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WCTAG Sommercamp 98

Am 9 Juli 1998 war es wieder so weit. Zum dritten Mal fand in Lüdinghausen das Tai Chi Quan Sommercamp unter der Leitung von Gerhard Milbrat statt. Dieses Jahr wurde es zum ersten Mal offiziell als Sommercamp der WCTAG ausgeschrieben. Sommercamp bedeutet 11 Tage Üben und Lernen rund um die Uhr. Der Anreisetag der Tai Chi Quan-Übenden war zugleich der Abreisetag für die Teilnehmer des Tang Lang Quan-Sommercamps. Das Camp wurde von den Tang Lang Quan-Praktizierenden mit einem lachenden und einem weinendem Auge übergeben. Lachend deshalb, da man nun endlich wieder in einem warmen, weichen Bett schlafen konnte. Weinend, weil man die Gemeinschaft, welche sich durch das intensive Training, Kochen, Essen, Beisammensein, gebildet hatte, nicht missen wollte.

Durch den Austausch der Camperlebnisse neugierig geworden, waren die "Neuen" gespannt auf die Campbesprechung. Sollte die erste Trainingseinheit wirklich um 6 Uhr stattfinden? Würde sich auch im Tai Chi Quan Sommercamp mehr bilden, als nur eine Übungsgemeinschaft? Ebenso machte sich ein bißchen Nervosität breit, denn immerhin wurde hoher Besuch aus Chenjiagou erwartet. An den Wochenenden sollte das Training durch die Doppelwaffenmeisterin Chen Guizhen intensiviert werden. Nachdem alle Teilnehmer eingetroffen waren, konnte die Campbesprechung durchgeführt werden. G. Milbrat stellte das Motto des Camps vor:

"Arbeit am Prinzip"

So sollten die morgendlichen Übungseinheiten dazu benutzt werden, um intensiv am Prinzip zu arbeiten. In der ersten Einheit wurden nur Übungen aus dem stehenden Qi Gong unterrichtet. Obligatorisch natürlich die stehende Säule. In der zweiten Einheit wurde dann Tai Chi Dan Gong und das Reeling Silk Qi Gong praktiziert. Natürlich sollte auch das Vertiefen und auch das Neuhinzulernen nicht zu kurz kommen. So wurde in den Nachmittagseinheiten die erste Form (Loalia Yi Lu) vertieft und weiter unterrichtet, ebenso wie die zweite Form (Laojia Er Lu). Für Neueinsteiger war die 19`er Form vorgesehen. Das Tui Shou stand ebenfalls auf dem Trainingsprogramm. Zusätzlich sollte die Schwertform durch Jan Silberstorff unterrichtet werden. Damit neben den Übungszeiten auch noch genug Zeit für die gemeinsamen Mahlzeiten blieb, sollte die erste Einheit um 6 Uhr stattfinden, dann Frühstück, danach die zweite Einheit. Um der Mittagshitze (auf welche wir vergeblich warteten) zu entgehen, wurden die Nachmittagseinheiten ab 16 Uhr abgehalten. Da in diesem Camp das Wetter nicht so ganz wollte, wurden die Regeneinheiten in dem Institut für chinesische Heil- und Bewegungskunst in Lüdinghausen abgehalten. Auf Wunsch der Teilnehmer gab G. Milbrat hier auch Unterricht in TCM, wie z.B. die Einführung in Tuina (chin. Massage). Ebenso zusätzlich wurde eine Einführung in das stille Qi Gong angeboten. Abgerundet wurden die Abende dann meistens durch ein Didgeridoo-Konzert. Die Qi Gong-Einheiten standen natürlich in harter Konkurrenz zur Fußball WM. Aber da wir ja sowieso fast alle täglichen Fußballspiele gegen die Campingplatzauswahl gewonnen hatten, war der Bedarf an Fußball meistens gedeckt, so daß man gemütlich zusammensitzen konnte.

Wenn man die Teilnehmer fragte, was das Besondere an diesem Camp ist, so kam die einhellige Antwort, daß man neben dem Training keine weiteren Verpflichtungen mehr hat, und daß man mit völlig unterschiedlichen Menschen zusammen ist, die aber einen Gemeinsamkeit haben: Tai Chi Quan. Sommercamp 98So ergaben sich viele interessante und auch lustige Gespräche, da jeder einen anderen Weg hat Tai Chi im Alltag umzusetzen. Aber es wurde deutlich, daß alle versuchten dasselbe Prinzip umzusetzen.

Ebenso hatte sich auch in diesem Camp eine herzliche, angenehme Gemeinschaft herausgebildet, von der die Wochenendteilnehmer des Doppelschwertlehrgangs positiv überrascht waren.

Abgerundet wurde das Camp mit einem Grillabend an welchem auch Chen Guizhen, Jan Silberstorff und eine befreundete Wu Tai Chi-Schule aus Düsseldorf teilnahmen. Der Besuch der Wu Tai Chi-Schule wurde natürlich sofort zu einem sehr intensiven Tui Shuo-Austauch benutzt.

Verstärkt durch das Wu-Team, konnte dann die Tai Chi Fußballauswahl noch das Endspiel gegen die Campingplatzauswahl für sich entscheiden.

So hatte man genug Gründe richtig zu feiern, denn bis zum Sommercamp 1999 ist noch genug Zeit zum üben, üben, üben ...

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Taijifernsehfilm am 04.01.99 im WDR bei "Menschen Länder Abenteuer"

Am 04.01.1999 wird im WDR ein bei "Menschen Länder Abenteuer"ein Taijifernsehfilm zu sehen sein.
Der Film wird z.Zt. auf französisch und italienisch übersetzt und dann auch dort zu sehen sein. Anschauen lohnt sich !
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China 98 von Nord nach Süd

Eine Erlebnisreise mit kleinem Gepäck sollte es werden, von Nord nach Süd, wo jeder an seine Grenzen kommt, so der Tenor in der Ausschreibung und dem Vorbereitungstreffen in Hamburg . Viele waren dann auch gekommen um sich im gemütlichen Ambiente eines China Restaurant zu informieren und einstimmen zu lassen. Am grünen Tisch waren sich alle einig, das man den Unbilden einer Fernreise trotzen würde und die zeitweise 47 Teilnehmer der WCTAG -Chinareise 98 meinten das ernst.

Am 18.08.98 war es dann soweit. Spätestens beim Treffen am Flughafen Frankfurt und dem Einschecken der anfänglich 37 Reisenden wurde auch dem letzten klar ; irgendwie geht’s jetzt los, aber zunächst konnte man Platz nehmen im Jumbo der AIR CHINA und den rund 10 Stunden Flug mit Essen , Trinken und Film oder Fernblicken hinter sich bringen. Schnell stellten wir fest, daß aus der Reise in die Vergangenheit und Gegenwart des Taiji Quan zunächst eine Reise in die Zukunft wurde. Acht Stunden zwar nur, trotzdem mußten wir die Uhren vorstellen und uns Anstellen, um die Paßkontrolle hinter uns und unser Gepäck an uns zu bringen.

Ach ja, und um Devisen durch Tausch in Umlauf zu bringen. Der Transfer zum Hotel war organisiert, wir brauchten nur noch uns und unser Gepäck zum Bus transferieren ,dabei transpirieren und unser erstes Feindbild aufbauen = die Klimaanlage. Auf der Fahrt zum Hotel merkten es dann alle: Wir waren in China.

Beim von Jan eingeführten Durchzählen der Reisegruppe glaubte man sich in einem Auktionsschnellkurs, bei dem Jeder mehr oder weniger zaghaft und melodisch seine Nummer fortlaufend in die Runde rief. Bei dieser ersten Busfahrt konnte jeder die von Jan verteilten kleinen Notizbücher zücken und wichtige Telefonnummern notieren und die ersten chinesische Sprachlektion einschreiben.

In Peking gab's gleich Zeit zur freien Verfügung, aber auch Programm wie morgendliche und abendliche Trainingseinheiten im Park um die Ecke. Shen,Xijing, Jan und Gerhard (welcher die medizinische Betreuung übernahm) unterrichteten Handform, Stock/Speer sowie Schwert. Xi-Jing war busy, sollte er doch alle 3 Gruppen für die Feinkorrektur betreuen.

Alle Teilnehmer erkundeten die Stadt mit ihren Sehenswürdigkeiten , sowie die Läden und die kleinen und großen Garküchen . Eine Tagestour führte uns zur chinesischen Mauer mit allem Drum und Dran.

Dann wurde es Ernst: mit dem Zug vom Pekinger Westbahnhof ( dem größten der Welt ), der sich monströs, düster in den Abendhimmel erhob, im Hardsleeper über Nacht nach Zhengzhou, weiter mit Bussen nach Wenxian, wo das 5. Internationale Taiji Quan Meeting mit der Meisterschaft stattfinden sollte.

Auch hier wieder Einschecken ins Hotel mit allem was in China dazu gehört. Alle waren gespannt auf die Eröffnungsfeier sowie die Meisterschaft und alle waren irgendwie gelöster als es an den Einmarsch ins Stadion ging. Unglaublich: 3o.ooo Zuschauer applaudierten den internationalen Taiji-Teams zu.

StadionDie, fast wie bei Olympia, an der Ehrentribüne vorbeimarschierten.Die WCTAG lief mit dem größten Team ein. Dort saß fast alles was Rang und Namen hatte. Wirklich beeindruckend. Die Eröffnungsfeierlichkeiten entwickelten sich vom Einmarsch,über viele Reden,Darbietungen z.B. Synchron TaiJi mit 1000 Personen, Fallschirmspringer, bis zum Ausmarsch.Bei dieser Feierlichkeit konnten die ersten Kontakte geknüpft und weitere Filme belichtet werden. Am nächsten Tag ging es dann endlich zur Sache: von Morgens bis Abends TaiJi in Hand-+Waffenformen, sowie Tui Shou Wettkämpfe, bei denen Oleg und Pascha mit ihrem WCTA Team aus Rußland für Aufsehen und Platzierungen sorgte. Wir waren ganz schön beschäftigt um soviel wie möglich mitzubekommen. Einige der SchülerInnen nahmen aktiv an der Formen Meisterschaft teil und es zeigte sich, daß der qualifizierte Unterricht und der entsprechende Übungsfleiß hier für Platzierungen in den höchsten Klassen sorgte.

Am 5. Tag in Wenxian gings per Bussen zum legendären Shaolin Tempel. Sicher ein "Muss"für Kampfkünstler, aber der ShaoLin Markt konnte auch nerven.Richtig spannend wurde es am letzten Tag in Wenxian. Es regnete zwar, aber bei den Darbietungen der Großmeister lenkte die Begeisterung von der nassen Haut ab. Dann ging es nach Chenjiagou , dem kleinen verträumten Dorf, welches als Geburtsstätte des TaiJi Quan gilt. Hier verschmolz die Vergangenheit des TaiJi Quan mit der Gegenwart. Zum Abschluss wurde die gesammte Gruppe vom Großmeister Chen,Xiao-Wang zu seinem Privathaus eingeladen. Mit etwas Wehmut nahmen wir Abschied, gerne wären wir länger geblieben. Shen,Xi-Jin‘s neue Schule konnten wir ja schon mal im Rohbau bewundern. Später soll hier der Unterricht auch für Langnasen beginnen.

Von Luoyang aus ging es schließlich per Bahn nach Xian, der alten Kaiserstadt in der Shaanxi Provinz.Ein paar Stunden und eine Übernachtung in einem 4 Sterne Hotel blieben dort Zeit. Wir nutzten sie mit dem Genießen des luxuriösen Hotelambiente, Stadterkundungen mit dem dazugehörigen Shopping. Für den Abend hatten Xi-Jing und seine Frau mit dem Team der chinesischen Oper ein Potpourri aus Stücken der Oper mit dem charackteristischen Gesang eingeübt, wo auch die akrobatischen Sequenzen nicht fehlten. Die Hingabe der Akteure ergriff wohl jeden von uns. Schüler von Meister Shen zeigten ihr Können vor dem Abschluß,Oper den wir alle gemeinsam mit den Darstellern auf der Bühne celebrierten. Bei diesem "hautnahen" Kontakt konnte sich jeder davon Überzeugen, wie schweißtreibend das "Leben hinter den Masken" schon allein durch die Gluthitze der Scheinwerfer ist. Ein wirklich familiärer Abend, der leicht die Anstrengungen der Vorbereitungen und Organsisation eines solchen Events verblassen läßt. Unsere Spannung aber steigerte sich weiter, ging es doch jetzt zum taoistischen Kloster Louguantai mit 3 Tagen Aufenthalt, Training, einer Audienz mit dem legendären Ren,Fa-Rong. Dabei hatte jeder Gelegenheit Fragen zu stellen und tiefere Einblicke in den Taoismus zu bekommen. Die Traumhafte Umgebung des Tempels, das künstlerische rein vegetarische Essen 3x täglich und die Ruhe zogen uns in ihren Bann.

Als I-Tüpfelchen kam die Ankunft von Annette Jonas, die ihren Qi-Gong Lehrer Li,Zhi-Zhang besuchte, mit der Wiedersehensfreude dazu.

Doch auch Louguantai wurde zu einem Echo, das langsam verhallte. Schließlich ging es ja gleich weiter und neue Eindrücke verdrängten die alten. Von Nord nach Süd sollte es gehen. Zuerst gings aber wieder nach Osten, will sagen Xian und dann per Hardsleeper nach süden in Richtung Guillin. Unser Gepäck war immer dabei, und da war was dabei, na hallo! Aber das konnte man verstauen. Wir genossen die ratternde Zugfahrt in das sanfte Abendlicht hinein, am Huashan vorbei, übers Gebirge und die Nord/Süd Wetterscheide rüber. Himmlisch, aber da wußten wir noch nicht, wie lang 34 Stunden sein können. Wie versprochen wurden wir auch hier an unsere "Grenzen"geführt.

Selbsterfahrung als Reisebonus bei "WCTAG-Survival Tours". Morgends um 6:00 Uhr weckte uns Xijing um uns die Überschwemmungen um WuHan zu zeigen. Dachte man, man habe etwas den Enkelkindern zu erzählen, öffneten sich in Guillin bei der Flußfahrt nach Yangshou die Augen und das Herz. Die einzigartige Hügellandschaft ließ alles andere Geschichte sein. Das mittlerweile subtropische Klima fiel uns noch gar nicht so auf. Zu sehr waren wir in dem Bann der Landschaft mit Spiegelungen im Fluß, den Wasserbüffeln am Ufer, den Fischern in ihren Booten, dem Sonnenbrand auf der Nase und dem Toilettenpapier in der Tasche. Recht fix, so wie es mit dem Stuhlgang ging, fanden wir uns nach dem Zeitlupenleben der Bootsfahrt im Zug nach Guanzhou wieder. Oh wie schön, nochmal ratternde Fahrt, summende Ventilatoren , gemütliche Enge, riechende Füße , na eben alles was da so zugehört.

In Guanzhou rückte das Ende der Reise mehr und mehr in unser Bewußtsein, obwohl HongKong, das wir per Fähre am Abend ansteuerten, noch bevorstand. Langsam bekamen wir einen Überblick über die Reise.

Enorm was Jan und Shen,Xi-Jin da Organisiert und Veranstaltet haben und das alles so, das kaum einer merktewieviel Arbeit das war.Auch in HongKong verbrachten wir eine Nacht im Hotel und den Tag verbrachten wir mit Sightseing und tätigten die letzten Einkäufe und aus der Nord/Süd Reise, die uns durch die Geschichte und Kultur eines Landes genauso führte wie durch Vergangenheit und Gegenwart des TaiJi Quan , wurde eine Ost-West Reise die uns zum heimatlichen Üben zurückbrachte. Zum Abschied waren sich alle einig, das es ein Erinnerungstreffen geben sollte, was Jan in Hamburg organisierte. Mit ein Paar Wochen Abstand zur Reise formten sich die vielen Eindrücke zu einem Ganzen, lagen doch die Strapazen in weiter Ferne. Auch für 99 steht eine Chinareise an.Da soll nicht soviel gereist werden. Louguantai, Xian und Huashan stehen mit längeren Aufenthalten auf dem Programm.

Text: Gerhard Milbrat

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Chinesischer Kulturabend am 08.11.98 in Hamburg

Chinesischer Kulturabend mit internationalen Meistern in der Dacascos Kung Fu School Dehnhaide.

Mit einer besonderen Tai Chi-Chuan Vorführung öffnet die Sportschule am Haferkamp 2 , neuen Interessenten wieder Ihre Tür. Zum Auftakt neuer Anfängerkurse findet am Sonntag, den 08.11.1998 um 17:00 Uhr eine Tai Chi Show-Vorführung der Sonderklasse statt. Darüber hinaus gibt es eine umfassende Einführung in dieses chinesische Gesundheitssystem, daß auch in der Selbstverteitigung aüßerst effekiv eingesetzt werden kann.

Musikalisch werden die Vorführungen auf klassischen chinesischen Instrumenten von Li Mona, einer bekannten chinesischen Musikerin, begleitet.
Sie schuf unter anderem die Musik für den berühmten Film "Shaolin Tempel".

Den Höhepunkt des Abends stellt wohl die Anwesenheit von Chen Xiowang dar, dem heutigen Familienerben und weltweiten Hauptvertreter des Tai Chi Chuan. In seiner Familie wurde Tai Chi Chuan vor hunderten von Jahren entwickelt. Er selbst wird Tai Chi Chuan vorführen und erläutern.

Für alle , die sich schon immer einmal über Tai Chi Chuan informieren wollten ist dieser Abend ebenso ein Muß wie für diejenigen, die einen Abend lang chinesische Kunst genießen wollen.
Noch in der selben Woche beginnen in der Kung Fu Schule am Haferkamp 2, neue Einsteigerkurse.

Sonntag 08. November 1998
17:00 Uhr
Dacascos Kung Fu Schule, Haferkamp 2, Hamburg-Barmbek/Dehnhaide

Informationen unter : 040 / 29 49 48 oder 040 / 319 42 24 oder unter Kontakt.


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Schuleröffnung in Lüdinghausen

10 Jahre ist es her, daß Gerhard Milbrat die Lehrerlaubnis für Mei Hua Tang Lang Quan und Tai Ji Quan vom Ulsan Chung Hsing Kungfu Institut, Korea, erhielt. Nachdem1989 der Unterricht in Lüdinghausen/NRW aufgenommen wurde, haben die mittlerweise ausgebauten Übungsgruppen seit April 1997 ihre eigene Trainingshalle.

Alle Teilnehmer der Gruppen halfen aktiv beim Schulausbau mit.Flyer

Für Gerhard eine besonders freudige Erfahrung.

Gerhard verwirklichte mit der neuen Schule seine lang bebrütete Idee, chinesische Heil- und Bewegungskünste unter einem Dach anzubieten.

So beherbergt die neue Schule unter dem Namen "Institut für chinesische Heil- und Bewegungskunst" Gerhards Naturheilpraxis sowie die Chung Hsing Mei Hua Tang Lang Association Germany.

Gleichzeitig ist die neue Adresse Leistungszentrum der "World Chen Taiji Association Germany" in Nordrheinwestphalen.

Gerhard ist seit einiger Zeit Kursleiter der WCTAG und wurde kürzlich zum Schulleiter geprüft.

Gründer und Präsident der Chung Hsing Mei Hua Tang Lang Association Meiser Sun Shi Kang kam eigens aus Korea, um am 11.04.1997 die Eröffnungsfeierlichkeiten des Instituts zu leiten. Als Gäste zugegen waren u.a. Großmeister Zhang Wan-Fu und Meister Heiko Klisch (ETLA), Meister Shen Xi-Jing und Meister Jan Silberstorff (WCTAG), Meister Frank Greinacher (Shaolin Hong Chay), Meister Kai Uwe Pel (Seven Star Tang Lang), Sifu Detlev Theuss (Löwentanzdirektor der Shaolin Hong Chay), Werner Richter (Leiter des WT-Zentrum Lünen), Meister Rainer Aufferkamp und Nicole Hilla (Goju-Ryu Karate Do), Meister Thomas Bennühr (German Chinese Kuoshu Federation) sowie Vertreter von VHS, Sobi und Kulturverein.

Kursleiter

Zeitgleich zum Eröfnungstag wurde Gerhard von der Hao Jia Tai Ji Mei Hua Tang Lang Research Society Yantai/China zum Adviser berufen. So kommen auch in Zukunft alle Tang Lang Forschungsergebnisse nach Lüdinghausen.

Die Aktivitäten seit April '97 hatten es in sich. Zum einen wurden viele hochkarätige Lehrgänge ausgerichtet. Meister Sun verweilte zum Beispiel im Sommer für zwei Monate in Lüdinghausen, um im Unterricht und der Strukturierung der Schule mitzuhelfen. Zum anderen fülte sich die Besucherliste der neuen Schule, die sich mittlerweile wie das "Who is who in Martial Art" liest. Im Oktober besuchte Großmeister Chen Xiaowang mit Ausbildungsleiter Jan Silberstorff die neue Schule im Münsterland. Einen Abstecher von ihrer Seminar-Tournee in Deutschland machten die Shaolin-Mönche nach Lüdinghausen. Regelmäßig kommen u.a. Meister Shen Xi-Jing, Meister Jan Silberstorff sowie Großmeister Zang Wan-Fu und Meister Sun Shi-Kang in Gerhards 250 quadratmeter Institut, um Lehrgänge in Tang Lang Quan und Chen Tai Ji Quan abzuhalten. Auch wurden im hier September 5 Mitglieder der WCTAG (Thomas Vieth, Andre Koslow, Imo Mackenroth, Friedo Hoting, Tjitse Tigchelaar) durch Jan zum Kursleiter geprüft. Trotz der optimalen Trainingsbedingungen stellt das Institut Lehrer und Kursleiter für externe Kurse und Lehrgänge. So unterrichten Gerhard und seine Kursleiter z.B. im Sozialpädagogischen Bildungswerk, Europäischen Shiatsu Institut Münster, Heilpraktikerschulen, VHS, Familienbildungsstätte, im Gesundheitsforum Lüdinghausen, Turngemeinde Münster e.V. im Benno Haus Münster und der VHS Dortmund.

Als Grundlage aller Aktivitäten gilt für Gerhard neben dem eigenen Können eine hohe Unterrichtsqualität sowie die Fähigkeit zur seriösen Kooperation mit anderen Meistern, Lehrern und Verbänden.


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Vorstellung einer neuen WCTAG Ausbildungsstätte: Das Tatort Zentrum Ulm < >

Seit Oktober 1989 gibt es das TATORT-Zentrum unter der Leitung von Hans Karrer in Ulm. Damals unterrichteten wir Arnis, Karate, Kung Fu, und Tai Chi Chuan ( nach Meisterin Wu Mei Ling). Heute bieten wir zusätzlich noch ATK, Taekwondo, Wing Tsun, Qi Gong, Frauen SV und Fit Gym an. Für Kinder ab 5 Jahren gibt es Kung FU, Arnis, Taekwondo und Karate. Das gesamte Trainerteam besteht aus 19 Traineren. Unser Anliegen ist es, die verschiedenen asiatischen Kampfkünste in ihrer außeren und inneren Form zu vermitteln.
Seit 1998 bieten wir das komplette Tai Chi Chuna System nach Gr0ßmeister Chen Xioawang, also der WCTAG an. Für alle Interessenten besteht dadurch die Möglichkeit das original Tai Chi Chuan der Familie Chen zu lernen. Es umfaßt Energiearbeit, Handformen, Waffenformen, Partnerübungen uns Selbstverteidigung. Für Anfänger gibt es spezielle Gruppen. in denen jederzeit mit dem Training begonnen werden kann. Weitere Informationen hier.

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Neu in Hannover...

pünktlich zum Jahresbeginn gibt es jetzt auch in Hannover eine offizielle Adresse für Chenstil Taijiquan, das "CHEN-DO". Aus einer kleinen Gruppe von Taiji-Übenden ist mit der Zeit eine große Gruppe von Chen Taiji-Übunden geworden, die nun hiermit ihre Existenz bekannt geben.

Das "CHEN-DO" in der City von Hannover (Odeonstr. 13) Hannovermit seinen hellen und freundlichen Räumen unter dem Dach ist bereits jetzt für ca. 50 Taijiisten der Treffpunkt, um Chen Taijiquan zu lernen und zu üben. An vorerst drei Tagen in der Woche (Di, Do, Fr) findet hier der Unterricht für Erwachsene abends und für Kinder nachmittags statt. Geplant ist auch eine Vormittagsgruppe, so daß jeder nach seinen individuellen Möglichkeiten trainieren kann.

Kursleiter Friedrich Hoting befaßt sich seit ca. 15 Jahren mit verschiedenen Aspekten der Asiatischen Kampfkünste wie Karate, Aikido, Wing Tsun und Zen Meditation, unterrichtet aber seit ca. einem Jahr ausschließlich Chen Taijiquan und Meditation. Er nimmt regelmäßig an Seminaren von Großmeister Chen Xiaowang und Ausbildungsleiter Jan Silberstorff teil, um seine Kenntnisse zu erweitern und zu vertiefen.

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SFB dreht Dokumentarfilm über die WCTAG in der VR China.

Die Wissenschaftsredaktion des 'Sender Freies Berlin' beauftragte im Juli 1997 den preisgekrönten Filmemacher Ludger Pfanz, einen Dokumentarfilm über das ursprüngliche Taijiquan, den Chenstil, und seinen Weltverband, die WCTA, fertigzustellen. Ende Juli reisten daher besagter Filmemacher, sowie der deutsche Vertreter dieses Verbandes, Jan Silberstorff, nach China, um in dreiwöchiger Arbeit diesen Film fertig zu stellen. Hauptfigur ist der Vertreter der WCTA in der VR China, Meister Shen Xijing.

Der Film handelt im wesentlichen über den Inhalt des Taijiquan aus seinem Heimatdorf, Chenjiagou, sowie dem Bezug des Taijiquan zum Daoismus. So beginnt er mit einer wundervollen Morgenstimmung am Huanghe, dem 'Gelben Fluß' und Meister Shen Xijing, der dort sein Morgentraining absolviert. Danach folgt direkt ein Sprung nach Deutschland zu Großmeister Chen Xiaowang und Jan Silberstorff, wie sie ein Seminar über die neue Chenstilkurzform abhalten. Einer der großartigsten Explosionsformen von Großmeister Chen Xiaowang werden hier gezeigt. Doch schon geht es wieder zurück nach China. Kulturelle Hintergründe wie die chinesische Oper in ihrer ganzen Farbenpracht, Parkszenen der Sonderklasse mit aller Art von Bewegungskunst, sowie ein Blick hinter die Kulissen der Dreharbeiten zu Kungfu-Filmen schmücken die Szenerie genauso wie Trainingsaufnahmen aus dem Shaolinkloster. Doch dann wird es ernst.

Wir können das Leben von Meister Shen Xijing persönlich miterleben, wie er seinen Sohn morgens in den 'Kungfu-Kindergarten' bringt, wie er sein eigenes tägliches Training absolviert, Kampfszenen choreographiert, "handfeste" Diskussionen über Taijiquan führt, und und und.

Der Zuschauer erlebt den Alltag daoistischer Mönche in den verschiedensten Klöstern des Landes. Er wird eingeführt in deren meditative Praktiken und bekommt den Zusammenhang zwischen dem Dao und der Entstehung des Taijiquan erklärt. In Chenjiagou erlebt der Zuschauer Taijiquan in seiner gesamten Bandbreite. Von traditionellen Heilverfahren bis hin zu Vollkontaktanwendungen in der Selbstverteidigung, erreicht den Zuschauer das gesamte System des Chentaijiquan. Natürlich fehlen auch die Waffendarbietungen nicht.

Selten ist in einem 45-Minutenfilm so gekonnt die Brücke geschlagen worden zwischen Kultur, Religion, Kampfkunst und dem chinesischen Alltagsleben. Dies allerdings beruht zum einen auf der sehr professionellen Arbeit des Filmemachers Ludger Pfanz, aber auch dem perfekten Zusammenspiel von Jan Silberstorff und seinem Shifu Shen Xijing, die durch ihr inzwischen jahrelanges Zusammenleben und organisierter Schüler-Reisen nach China hierin bereits beste Vorerfahrungen haben. Auch Shen Xijings Filmkarriere (er spielte bereits in 35 Kino- und Fernsehproduktionen mit) bereicherte die Dreharbeiten erheblich.

Auch an einer großen Überraschung fehlt es diesem Film nicht: Aufgrund eines spontanen Herausforderungskampfes des in Chenjiagou ansässigen langjährigen TurnierchampionsTurnier der Henan (Chenjiagou) - Provinz Xiaowu mit dem deutschen Vertreter der WCTA, Jan Silberstorff, kam es zu einer kleinen Drehbuchänderung. Zwar gewann Jan Silberstorff diesen Kampf klar nach Punkten (17:7), durch seine Brisanz jedoch gefiel er Ludger Pfanz so gut, daß er ihn kurzerhand miteinbaute. Dies erweitert den Film um eine reale, nicht abgesprochene Darbietung, die den Zuschauer einen Originalkampf in Chenjiagou quasi 'hautnah' miterleben läßt.

Desweiteren zeigt der Film jetzt schon Ausschnitte aus dem Schulleben der von Meister Shen Xijing und Shifu Jan Silberstorff in Chenjiagou eröffneten Taiji-Schule. Diese wird ganz offiziell ab 1999 international in Betrieb genommen.

Kurzum: Prädikat wertvoll und unbedingt sehenswert.

Erster Sendetermin: 17. Nov. 1997 im SFB, 10. Febr. 1998 in H3, weitere Sendetermine in Planung.

Genaue Austrahlungstermine sind in der WCTAG-Geschäftsstelle, Tel/Fax: 040-3194224 abrufbar.

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