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The Jiaozuo (Wenxian sixth) International Taijiquan Annual Meeting in China 2000

Wie alle zwei Jahre fand das größte Turnier rund ums Taijiquan dieses Jahr wieder in China statt.
Organisiert wurde es von dem chinesischen Dachverband der WCTAG, der IAMTJQA. Dies ist der Dachverband des Chenstils in Chenjiagou. Diesmal wurde es nicht wie üblich in Wenxian (Chenjiagou), sondern aufgrund der großen Nachfrage in Jiaozuo ausgerichtet, da dort ein größeres Stadion ist.

Insgesamt nahmen über 2000 TeilnehmerInnen aus verschiedenen Nationen wie z.B. Rußland, Amerika, Kanada, Frankreich, Italien, Skandinavien, Malaysia, Japan, Korea, Deutschland und natürlich aus China teil. Das Turnier ging über sechs Tage, vom 19. bis zum 26.09.2000. Den Anfang bildete eine riesige Eröffnungszeremonie im Stadion von Jiaozuo, wo man u.a. Fallschirmspringer, Feuerwerke, ferngesteuerte Minihubschrauber und natürlich den Einzug der Teilnehmer bewundern konnte. Kurz: gigantisch, witzig, sozialistisch.

Gekrönt wurde diese Feier mit dem Auftritt eines Soldaten, der zu deftiger Marschmusik sang: "Ich bin ein Soldat!" (wo shi yi ge bing). Das Turnier war gut durchorganisiert, vom Hotel (3 Sterne mit Vollpension), über den Bustransfer (überwacht von der Verkehrspolizei) zum Stadion bis hin zum eigentlichen Ablauf des Turniers selbst. Dieser ganze Luxus hatte natürlich seinen Preis, von umgerechnet ca. 600 DM.

Es wurde sich in folgenden Klassen gemessen: Einzel- und Gruppen-Hand- und Waffenformen (stilunterteilt), offene Klasse und Pushhands A / B (Fortgeschrittene / Anfänger). Anfangs sehr nervös, fuhren wir (Ralf Anlauf, Bastian Willig, Bernard Haarmeyer und Frank Hagedorn) mit unseren russischen Kollegen von der INBI jeden Tag vom Hotel zum Turnierplatz und zurück. Wir waren sehr angenehm überrascht, als auf unserer ersten gemeinsamen Fahrt, die sibirischkalt-reserviert wirkenden Russen zwei Berimbaos auspackten, und mit Tamburin und Gesang unsere Aufregung auf Capoeiraart in Turnierkampfeslust transformierten.

Beim Stadion angekommen, traten wir in folgenden Klassen an: Einzelne Hand- und Schwertform: Frank, Bernard, Ralf, Bastian Offene Klasse: Ralf (Stock) und Bernard (Ball) Die Russen pushten dieses Jahr in der A-Klasse. Pro Formenkategorie traten mehr als 400 Teilnehmer an und kämpften um jeweils zwanzig erste, zweite und dritte Plätze. Bei uns war es sehr aufregend, weil wir alle das erste Mal an einem größeren, internationalen Turnier teilnahmen, und dazu noch mit einer neuen Kampfkunst antraten. TaijiDao. Wider Erwarten gab es folgende Erfolge zu verzeichnen:

Frank : TD-Schwert 3.Platz Chen/Hand 2.Platz
Bastian : TD-Hand 2.Platz TD-Schwert 2.Platz
Bernard : TD-Hand 1.Platz TD-Schwert 2.Platz Offene Klasse/Ball 1.Platz
Ralf : TD-Hand 1.Platz TD-Schwert 1.Platz Offene Klasse/Stock 1.Platz

Auch unser russischer Schwesterverband erreichte in der fortgeschrittenen Pushhands-Kathegorie einige 2. und 3. Plätze, nachdem sie zwei Jahre zuvor bei den Anfängern siegreich waren.

Wie zu Erwarten war, gab es natürlich auch einige Probleme: Da wir in der Chen/Hand-Klasse starteten und TaijiDao nur anteilig; neben Xing Yi, Bagua und Wushu, aus Chen-Taijiquan besteht, wollten die Punktricher auch nur die Chenstilanteile unserer Formen bewerten. Dies äußerte sich im Abzug eines ganzen Punktes (10er - System).

Nachdem dann aber der Senior Wushu Coach von China, der unsere Vorführung mit ansah, eine Unterredung mit der gesamten Schiedsrichterriege geführt hatte, in der er begründete, daß es bei diesem Turnier auch um Gong Fu ginge, was auch in Bagua und Xingyi zu finden sei, und nicht nur um festgelegte, stilspezifische Figuren aus dem Chenstil, wurden uns die Punkte wieder gutgeschrieben.

Für uns war das Tunier ein Erfolg und die Erfahrungen wert, die wir gemacht haben. In zwei Jahren sind wir auf alle Fälle wieder mit dabei und werden mal sehen, was wir in der Tuishou-B-Gruppe ausrichten können...
Ralf Anlauf

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Dao-Camp 2000

Endlich war es wieder so weit. Zum zweiten Mal fand das Dao-Camp der WCTAG und der russischen Tochter-Organisation INBI in luftiger Höhe,1500 m, in der slowenischen Gebirgslandschaft Rogla statt. Vor dem Start das übliche Durcheinander, wie anreisen, wie auf den Berg kommen, ist die Hotelgebühr angekommen, wie viel Geld muss ich mitnehmen, kann ich mich noch anmelden usw. usw..
Sogar die Bahn schien von davon beeinflusst, sodass viele Teilnehmer ihre Verbindungszüge nicht erreichten und mit erheblicher Verspätung auf dem Berg eintrafen. Doch irgendwann war auch der letzte Teilnehmer in seinem Zimmer untergebracht. Und als dann alle da waren, war klar: So schwierig war das dann eigentlich doch nicht. Großmeister Chen Xiaowang ,sein Sohn Yingjun aus Australien und der Mönch Liu Sichuan aus China angekommen und so stand einer lehrreichen und intensiven Trainingswoche nichts mehr im Wege.

Die Tage begannen um 6.30-7.30 mit daoistischer Meditation. Unser Mönch hatte diesmal neben stiller Meditation die 6 heilenden Laute sowie die 8 Brokatübungen auf dem Programm, welche er uns im Laufe der Woche nahe brachte. Um die Sprachbarriere zu überbrücken hatten wir Anina Seiler aus der Schweiz augagiert, die in liebevoller Geduld hin und her, oft 3 Sprachen auf einmal, alles, aber auch alles übersetzte um uns den Daoismus näher zu bringen. Nach der Meditation wurden Körper und Geist mit Frühstück gestärkt und um 9.30 durften wir mit dem Großmeister Stehende Säule sowie den 1. +2. Reeling Silk Satz üben.

Dank seiner hervorragenden Organisation hatte jeder, trotz der hohen Teilnehmerzahl genügend Raum sich frei zu bewegen. Seine ruhige und weise Ausstrahlung führte jeden durch die Übungen, sodass auch Anfänger mit Leichtigkeit am Ende der Woche die beiden Sätze in ihrer Bewegung beherrschten. Nach einer kurzen Pause ging es aufgeteilt in zwei Gruppen weiter. Die der 1.Form schon mächtig waren gingen mit dem Großmeister daran das gelernte zu vertiefen. Wie gewohnt korrigierte er uns geduldig und beantwortet auch jede Frage, sodass die Zeit still zu stehen schien. Nur der knurrende Magen erinnerte uns, dass die Zeit doch stetig verging.
Die Anderen hingegen wurden von Yingjun in die 1. Form eingeführt und durch seine lustige, lockere Art wurde das Erlernen der Bewegungen ein reines Kinderspiel. Um 14.00 ging es gestärkt vom phantastischen, reichhaltigen, überwiegend vegetarischen Essen auf in die zweite Runde daoistischer Meditation, wobei auch hier die Zeit viel zu kurz war für die Fragen, die sich aus den Erläuterungen des Mönchs ergaben. 15.15 ging es dann in der großen Halle mit der Schwertform weiter, die mit Recht die Königin der Waffenformen genannt wird. Bei jeder Vorführung vom Großmeister herrschte hinterher minutenlang Stille so tief ergriffen waren alle von der Schönheit der Bewegungen.

Für uns hingegen war es ein Stück harter Arbeit alle Bewegungen in der richtigen Reihenfolge auszuführen und vor allem zu behalten, sodass gegen Ende der Woche so manche Träne lief. Doch schließlich, dank des Großmeisters, konnte jeder die Form ganz mit nach Hause. Doch schon reichlich müde und in der Aufmerksamkeit etwas geschwächt ging es zum letzten praktischen Programmpunkt des Tages, dem Erlernen der Push-hands Routinen sowie einigen Anwendungen. Die korrekte Ausführung der Ein- und Zweihändigen Übung war doch schwerer zu erlernen als gedacht, da das lange stehen doch vielen Schwierigkeiten bereitete. Auch hier erwies sich Großmeister Chen Xiaowang als wahrer Meister, denn mit viel Humor und Geduld war jeder am Ende fähig die Routinen zu seiner Zufriedenheit auszuführen.

Um 20.15,nach einem Kräfte stärkenden Abendessen, hielten jeden Abend abwechselnd der Mönch oder der Großmeister Vorträge. Wir erfuhren viel über die Geschichte und das Wesen des Daoismus oder aber wurden in die Welt des Chen Taiji in Form von lustigen Geschichten entführt, was viele Lücken schloss, aber eben so viele Fragen aufwarf und das Interesse an beiden Gebieten ernorm anregte. Zum Abschluss des Tages gab es Nocheinmahl daoistische Meditation die sich sehr erholsam auf Körper und Geist auswirkten und einen ruhigen Schlaf bewirkten. So verging die Zeit wie im Flug und ehe wir uns versahen war die Woche um, und wir bemerkten, dass wieder nicht genügend Zeit vorhanden war um die wundervolle Umgebung zu erkunden, geschweige denn die Sauna, das Schwimmbad oder gar die Therme in Zrece zu besuchen.

Für diejenigen, die 12 Stunden möglichen Unterrichts täglich voll ausnutzten, schienen die Videos, Bücher und Trainingskleidung die in einem extra eingerichteten Shop erworben werden konnten, die Mitbringsel oder Postkarten für zuhause ersetzen. Denn sie kamen ansonsten zu nichts. Für die nicht ganz so Fanatischen bot die wunderschöne Natur, die Berge, aber auch die benannten Hotel Annehmlichkeiten einen "richtigen" Urlaub.

Wie immer zum Ende gab es noch einen Leckerbissen, der die Woche abrundete.Einen Vorführabend, bei dem wir mit Bauchtanz, einer Präsentation daoistischem Taijis des Mönches, einer hervorragenden Darbietung des Dacascus Showteams, mit der gerade gelernten Schwertform, vorgeführt vom Großmeister und der 38er Form von Yinjing und sogar einer kleinen Kinovorführung verwöhnt wurden. Und zu guter Letzt erhielt jeder Teilnehmer ein Diplom zu Erinnerung an diese wundervolle Woche.
So abgerundet verließen wir nach einer Woche schweren Herzens unseren Berg, erfüllt von Erlebnissen, Begegnungen, Austausch und vielen neuen Eindrücken, mit der Hoffnung auch nächstes Jahr wieder dabei sein zu können und voll Dankbarkeit für die Organisation von Jan Silberstorff und Pavel Velikovitch, die uns dieses internationale Camp ermöglicht haben. c.r.

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Aufbauarbeit in Polen

Die Verbreitung des Chen-Taijiquan durch die WCTAG findet längst auch im Ausland Anerkennung. Da es jedoch in Deutschland schon soviel zu tun gibt, habe ich bisher alle Angebote außerhalb unserer Landesgrenzen zu unterrichten stets abgelehnt. Zumal in vielen europäischen Ländern eigene Ausbilder im Sinne meines Großmeisters lehren. Auf mehrfachen Wunsch jedoch fuhr ich dieses Jahr erstmals zu Lehrgängen nach Polen. Denn hier hatte Chen Xiaowang noch nie Unterricht gegeben. Unsere polnischen Freunde jedoch hatten ihrerseits mehrmals die weite Reise von u.a. Krakau auf sich genommen, um auf Lehrgängen dabei sein zu können. Also wurde es Zeit, so dachten wir uns, in Polen ernsthaft die Entwicklung des Chenstil voranzutreiben. So fand im Juni 99 in den Bergen um Krakau der erste Lehrgang mit mir statt. Bereits drei Städte, Krakau, Danzig und Woctlav, konnten von den Lehrgängen profitieren. Denn die dortigen Ausbilder waren ebenfalls präsent. Alle zeigten sich überaus motiviert. Dies erinnerte mich an unsere Anfangszeit in Deutschland, als das ursprüngliche Taijiquan und vor allen das Reeling Silk Konzept neu war. Leuchtende Augen. Vor allen Dingen, als dieses Konzept dann in effektive Selbstverteidigung umgesetzt wurde. Weitere Workshops und sogar Trainings-Camps, welche auch für "unsere Leute" interessant sind, werden folgen. Polen bietet eine wunderschöne Landschaft, preiswerte Unterkünfte und niedrige Seminarpreise. Also, warum nicht mal ein Mini-Camp in Polen besuchen? Zumal die Gastfreundschaft dort mehr als nur supergut ist. Der Organisator, Jaromir S'niegowski, hat nicht nur eine sehr gut laufende Choy Li Fut und Taiji-Schule, er ist auch ein Meister der Gastlichkeit. So wird dieses Jahr in den wunderschönen Bergen Polens ein preiswertes Taiji-Ostercamp mit mir stattfinden. Schaut mal in den Terminkalender! Polen ist somit das 16. Mitgliedsland der WCTA.

Jan Silberstorff.

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Gute Neuigkeiten für emailer!


Ab sofort gibt es einen elektronischen Lesezirkel von bisher unveröffentlichtem Material über Chen-Taijiquan. Die Idee hierzu hatte ein Schüler, dem das Warten auf das Taijiquan-Buch von Jan zu lange dauert. Da Jan mit seiner inzwischen internationalen Ausbildungstätigkeit, seinem eigenen Training und Lebensprojekt, sowie der Verbandsarbeit sehr ausgelastet ist, braucht alles so seine Zeit. Der Lesezirkel ist jetzt eine Möglichkeit, alle Kapitel dieses und weiterer Bücher, z.B. seiner Trainingsgeschichte und Erfahrungen in der VR China oder Eindrücke privater Art über seine Reisen mit Großmeister Chen Xiaowang quer durch die Welt - alle diese Texte, die erst später oder zum Teil gar nicht weiter veröffentlicht werden, ins Haus holen zu können. Dazu kommen noch die neuesten Forschungsergebnisse und Übersetzungen hochwertiger historischer Quellentexte, die nicht mehr in unserem "Research Journal", welches bereits bei der WCTAG erschienen ist (s. Versand), berücksichtigt werden konnten. Es ist damit sozusagen eine Live-Schaltung hergestellt. Direkt vom Schreibtisch, oder direkt aus der Welt hin zum Lesekreis-User.Über email bekommt der User ca. 10 mal pro Jahr alles direkt auf den elektronischen Tisch.Und so wird's gemacht:Einfach einen jährlichen Dauerauftrag über 25.- DM auf das Geschäftskonto einrichten und die email-Adresse mit dem Stichwort "Lesezirkel" angeben. Besteht kein Interesse mehr, kann jederzeit gekündigt werden. Direkt über email.Für Nicht-email-Benutzer wird die Angelegenheit leider teurer. Denn hier müssen Arbeitskosten, Materialien und vor allen Dingen Porto berechnet werden. Es ist zwar auch möglich, diesen Service auf dem Briefwege zu erhalten, jedoch steigt der Beitrag pro Jahr dadurch auf 75.- DM.Bei weiteren Fragen ruft einfach in der Geschäftsstelle an.

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WCTAG und INBI präsentierten:

Elena Lazaro

Seminar für daoistische Frauentechniken
vom 12.10-14.10.01
in Hamburg

Freitag 19.30-22.00 Einführungsabend 20,-/25,- DM
Für Seminarbesucher 10,-/15,- DM
Samstag 14.00-19.00
Sonntag 10.00-16.00 Seminar pro Tag 90,-/110,-DM

Die Ermäßigung gilt für Mitglieder der WCTAG!
Anmeldung und Info unter Tel: 040-3194224

Das Seminar ist nur für Frauen!

wctag@t-online.de


Die Russin Elena Lazaro hat viele Jahre der Erforschung und des Erlernens der daoistischen Frauentechniken gewidmet die sie überwiegend in daoistischen Klöstern Chinas verbrachte. Durch ihren Lehrer, ein Schüler des daoistischen Einsiedlers Wu Bei, aus der Schule " Wege zu Erlangung der Unsterblichkeit", konnte sie sich ein tiefes Wissen über die Techniken der inneren Alchemie aneignen und gründete eine Abteilung in der russischen Organisation inbi speziell für die Belange der Frauen.
Die daoitischen Frauentechniken zielen darauf hinaus mit yin-Energie zu arbeiten, diese zu entwickeln und Körper und Geist auf tiefere Stufen der spirituellen Transformation vorzubereiten.
Die tao-yin Technik ist eine Basisübung um den inneren Energiefluß unter Einbezug der fünf yin-Organe ( Herz, Lunge, Leber, Milz, Nieren) im Körper zu regulieren.
Tao-yin optimiert nicht nur den inneren Energiefluss, sondern harmonisiert auch die oft negativen Auswirkungen von zu viel vorhandener yin-Energie, wie unkontrollierbare Emotionen, mangelnde Selbstbeherrschung und auftretende Krankheiten hervorgerufen durch stagnierenden Energiefluss in den fünf yin-Organen.
Der zweite wichtige Aspekt sind Übungen während der Menstruation um die Energie, die normalerweise dabei verloren geht zu reinigen und zu bewahren.
Angeregt durch ihre Erfahrungen mit den daoistischen Frauentechniken erlernte Elena auch Praktiken aus Südamerika und Ägypten und kann somit auf ein breitgefächertes Spektrum zurückgreifen, die sie erstmalig und mit großem Erfolg auf dem Dao-Camp 2001 in Slowenien vorgestellt hat und der den Auftakt zur Bildung einer speziellen Frauenabteilung in Deutschland bildet.
Ihr Buch "Daoistisches Yoga für Frauen" ist unter der oben genannten Telefonnummer beziehbar.


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TaijiDao - das neue Kampfsystem von Meister Shen Xijing

von Jan Siberstorff

Diejenigen, die Meister Shen Xijing näher kennen, wissen um seine umfangreiche und flexible Persönlichkeit. Man erkennt sofort: Dieser Mann ist ein absolutes Unikum. Vom Mitglied des Nationalteams, als Eisverkäufer, Filmschauspieler (über 35 Kungfu-Filme), Nahkampfausbilder der Polizei, bis hin zum Familienvater, Ehemann und Fabrikbesitzer ist er einer der größten Lebenskünstler den ich je kennenlernen durfte.

Als direkter Schüler meines Großmeisters Chen Xiaowang, als Schüler des berühmten traditionellen Xingyi-Meisters Zhang Wenfa mit einer über 12 Jahre andauernden Ausbildungszeit, als jahrelanger professioneller Vollkontaktkämpfer des chinesischen Nationalteams, als staatlicher Vertreter des modernen Wushu, als gelernter Akupunkteur und Kampfkunstchoreopraph Hong Kong chinesischer Filmproduktionen, stellt sein Wissen und Können ein absolutes Muß da, sich selbst zu verwirklichen. So schuf er, angespornt durch seine zahlreichen Turniersiege in Kampf und Form, sowie auf mein jahrelanges Drängen hin, sein eigenes, neues Kampfkunstsystem. 'TaijiDao' war geboren.

Meister Shen Xijings System umfaßt wunderschöne, ästhetische und anspruchsvolle Formen. Es ist sehr kombativ, da es sich in seiner Anwendbarkeit um nichts anderes als die Realität bemüht. Und es hat in seinem 'Dangong', ein spezielles Qigong, das wie die Seidenübungen auch dem Chenstil entstammt, seine spirituelle und gesundheitliche Basis gefunden.

'TaijiDao' - "der Weg des Taiji", basiert auf dem Chen-Taijiquan, hat eine starke Wurzel im Xingyiquan, im Baguazhang, im chinesischen Freikampf (Sanda), effektiver Selbstverteidigung und Daoyin-Tuna, der alten Gesundheitspraktiken. Durch seine athletische, sportliche Ausführung, spricht 'TaijiDao' Männer und Frauen jüngeren und mittleren Alters an, kann aber in seinem Bewegungsvolumen etwas reduziert in voller Essenz auch bis ins hohe Alter praktiziert werden. Die weltweit ersten Kurse hierzu laufen im April '99 in Deutschland an (bitte Terminplan beachten), ein Demovideo wird demnächst bereitgestellt. Weitere Infos erhalten Sie in der Geschäftsstelle der WCTAG/GWRA, German Wushu Research Association, Jan Silberstorff, Rendsburger Str. 14, 20359 Hamburg

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Push Hands - Taijiquan einmal anders! <>

Das man mit TAI JI auch kämpfen kann zeigte sich wiedereinmal anläßlich der INTERNATIONAL KUNG FU CHAMPIONSHIPS 98" im Frühjahr in Karlsruhe und im Herbst in Gevelsberg.

Wie auch in den vergangenen Jahren traten die WCTAG-Pusher zum Zweikampf an, jeder in seiner Gewichtsklasse, wobei es wiederholt vorkam, daß bei zu geringer Teilnehmerzahl in den Gruppen die Klassen zusammengelegt wurden. Männer und Frauen natürlich getrennt.

Gekämpft wird in 2 Kategorien: "Push Hands im festen Stand und Push Hands mit erlaubter Beinarbeit".

Push Hands - die Tai Ji Variante des Zweikampfes ohne Körperschutz, aber mit Beschränkungen in der Ausführung. Kämpfen ohne großes Verletzungsrisiko zur Steigerung des eigenen Körpergefühls und der Selbstsicherheit.

Gekämpft wird in einem Ring mit einem Durchmesser von sechs Metern ohne Seitenbegrenzung über zwei mal drei Minuten Dauer. Schläge und Fußtritte sind verboten, ebenso wie das Reißen an der Bekleidung und das Greifen der Arme und Beine. Was bleibt ist eine Mischung aus Judo, Aikido, Ringen und Catchen. Ziel ist es, das Gleichgewicht des Gegners zu zerstören, ihn zu Boden zu bringen, oder aus dem Ring zu stoßen.

Bei "Push Hands im festen Stand" gewinnt derjenige, der den Gegner so aus dem Gleichgewicht bringt, daß dieser den Fußkontakt zum Boden verliert.

In der zweiten Variante "Push Hands mit Beinarbeit" (in China weit verbreitet), ist das Ziel den Gegner so aus dem Gleichgewicht zu bringen, daß dieser zu Boden geht oder aus dem Ring fliegt, wobei Fußfeger wie auch Würfe und natürlich der explosive Einsatz des ganzen Körpers als Mittel zum Zweck eingesetzt werden dürfen. Jede Menge Action und Spaß sind garantiert.

Die Fairneß der Kämpfer im Ring wie auch außerhalb ist bemerkenswert, auch die Zusammenarbeit der WCTAG-Pusher während des Kampfes über Blickkontakt und in den Pausen mit Ratschlägen und Betreuung verdient Beachtung.

Ein Lob an die Veranstalter: Organisation und Ablauf der Turniere werden von Jahr zu besser, aber scheinbar nimmt man uns Pusher noch nicht ganz so Ernst, da nie genügend Pokale vorhanden sind. Wünschenswert fürs nächste Jahr wären nicht nur mehr Teilnehmer, sondern auch mehr Schiedsrichter.

Das Push Hands nicht nur für Tai Ji Trainierende interessant ist, zeigte sich dieses Jahr durch die Teilnahme der Vertreter anderer Systeme wie z.B. aus dem WING CHUN.

Pokale hat die WCTAG wiedereinmal viele eingesackt, selbst Neulinge haben mit großem Erfolg gekämpft. Aber Vorsicht - wir dürfen uns nicht auf unseren Lorbeeren ausruhen, sondern sollten uns Gedanken um unser Training machen, da die Gegner nicht zu unterschätzen sind.

Bernard Haarmeyer

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Chen Guizhen zu Gast in Deutschland

Dieses Jahr hatte die WCTAG einen ganz besonderen Leckerbissen auf ihrem Programm: Die Einladung der Chinesischen Meisterin in Taiji Doppelwaffen Chen Guizhen aus Chenjiagou. Sie ist Vertreterin der 21. Generation der Chen Familie und eine der berühmtesten Frauen des Taiji Quan. Mit 9. Jahren begann Sie mit dem Taiji Training und wird u.a. von ihrem Onkel Chen Xiaowang unterrichtet. Chen Guizhen ist maßgeblich daran beteiligt die Doppelwaffen im Chen Stil wiederzuentdecken und weiter zu verbreiten. Auf dieser Mission war Sie nun auch zu Gast in Deutschland. Anläßlich des Sommercamps der WCTAG in Lüdinghausen unter der Leitung von Gerhard Milbrat, demonstrierte sie auf Einladung von Jan Silberstorff an zwei Wochenende die Chen Taiji Doppelschwertform.

Die Waffenform des Doppelschwert zeichnet sich vor allem durch die schnelle Waffenführung und schnelle Fußarbeit aus. Sie ist bekannt als typische Frauenwaffe. Die Teilnehmer dieses Sommerseminars kamen nicht nur aus ganz Deutschland, sondern auch aus England war Michael Tse extra angereist, um Chen Guizhen zu sehen. Aus Rußland haben ebenfalls drei Schüler während der Woche Doppelsäbel gezeigt bekommen.

Chen Guizhen unterrichtete sehr versiert und ruhig. Ihre fast schüchterne machte es für uns sehr angenehm bei ihr zu lernen. Sie war sehr offen für unsere Fragen und Probleme mit der Doppelwaffe. Für viele von uns war es das erste Mal, das wir Doppelschwerter in der Hand hatten. Sie hatte viel Geduld mit uns, und so war es möglich, die Form gut und konsequent durchzulernen- Üben müssen wir nun alleine. Auch während der Woche konnten wir noch Privatunterricht erhalten, und Chen Guizhen war dann auch noch offen für weitere Fragen. Am Ende des zweiten Wochenendes ließ sie es sich nicht nehmen, uns mal turniermäßig auf- und abmarschieren zu lassen. Wir nahmen Stellung auf- in 2er Reihen: Marsch- auf Kommando drehen und die Form laufen. Ohne ein Schmunzeln unsererseits lief das nicht ab. Dann zeigte uns Chen Guizhen als Bonbon noch die Doppelschwertform so, wie sie normalerweise gelaufen wird. Halt viel schneller, als wir sie in den 24 Stunden vorher geübt haben. Dabei wirbelten die Schwerter und Tasseln nur so durch die Luft. Und spätestens jetzt sahen wir warum sie Meisterin dieser Waffe ist.

Chen Guizhen

Alles in allem war es ein ruhiger, lockerer, entspannter und gut aufgebauter Lehrgang mit einer sehr netten Chen Guizhen und vielen interessanten Leuten, der allen viel Spaß gemacht hat, und uns die Waffe Doppelschwert ein gutes Stück nähergebracht hat. Dazu kam nun auch, daß wir auf einem Campingplatz trainiert haben, was für einige sicherlich ungewöhnlich war. Doch diese Atmosphäre- Wiese, frische Luft, "Urlaubsstimmung" - hat auch viel zum Erfolg dieser Veranstaltung beigetragen.

Auch für Chen Guizhen war der Aufenthalt in Lüdinghausen etwas Außergewöhnliches. Denn Chinesen kennen kein Camping. Neugierig und interessiert verfolgt sie unser " Lagerleben " und nahm auch mal die Zelte in Augenschein. Tapfer hat sie das westliche Essen probiert, doch war sie sichtlich erfreut, las zwei Sommercampteilnehmer (Koreaner) dann asiatisches Essen auf den Tisch zauberten. Wohnen und Schlafen konnte Sie privat bei der Familie von Gerhard Milbrat. Seine Frau Pill kümmerte sich während der unterrichtsfreien Zeit um die Chinesin, dabei gaben die beiden u.a. Wasserschlösser in und um Lüdinghausen besichtigt oder sind auch mal zum Shopping gegangen. Beim Abschiedsgrillabend des Sommercamps nahmen Chen Guizhen und Jan Silberstorff ebenfalls teil, und in diesem Rahmen wurden offiziell Freundschaftswimpel der WCTAG und der Chung Hsing Mei Hua Lang Ass. Germany ausgetauscht. Dieses war ein gelungener Abschluß für alle Beteiligten.

Danke Chen Guizhen fürs kommen, danke Jan Silberstorff für die Organisation und fürs Dolmetschen, danke Gerhard Milbrat für die Möglichkeit so zu lernen.

Hadmut Mühlendyck-Hanholz

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..letzte Meldung:

Aufgrund des großen Erfolges unseres Taiji-Filmes " Vollendete Kampfkunst in China" (fünfmal in Deutschland im Fernsehen), ist dieser 1999 auch in Frankreich und Italien zu sehen !! Die Übersetzungsarbeiten laufen bereits.
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WCTAG live on stage...

Dieses Jahr holen wir wieder einmal, nein, dreimal ganz groß aus. Zum einen in Erfurt, einer neuen Kampfkunstmetropole. Jedenfalls wünscht sich dies der örtliche Veranstalter. Zum zweiten Mal organisiert dieser eine internationale Showvorführung der Sonderklasse. Alle inzwischen fast schon alten Bekannten, die Stars der Szene, werden hier vertreten sein.

Danach haben wir endlich mal wieder in Hamburg unsere Kampfkunst-Gala.

Und wieder nur ein paar Tage später treten wir schon zum zweiten Mal bei der berühmten Budo-Gala auf. Es ist eine der wohl größten Kampfkunstshows der Welt. Hier tritt dann auch die gesamte Palette der internationalen Spitzenkünstler auf. So wird u.a. Chuck Norris mit dabei sein.

Also noch einmal zum mitschreiben:

11.3.2000 Erfurt Nacht der Meister ca. 6000 Zuschauer

14.3.2000 Hamburg Kampfkunst-Gala ca. 1000 Zuschauer

18.3.2000 Dortmund Westfalenhalle ca. 15000 Zuschauer

Alles zusammen erreichen wir somit über 20000 Interessierte mit unseren Live-Auftritten. Und das in nur einer Woche. Meister Shen Xijing ist natürlich auch wieder mit dabei. Ich sage Euch, wir werden fit sein. Wir, das sind die Mitglieder des WCTAG/GWRA-Demoteams. Das Demoteam wurde vor etwa 4 Jahren, kurz nach Verbandsgründung ins Leben gerufen und existiert im Großen und Ganzen noch in seiner Originalbesetzung. Zwar kommen wir vor lauter eigenem Training selten dazu, als Team zu trainieren. Doch mit unseren Shows konnten wir bereits zweimal in der Markthalle, diverse Male auf bundesdeutschen Turnieren im Showprogramm, live im ZDF, in Hamburg 1, bei der BUDO-GALA, bei der J.C. van Damme Promotion Tour in Berlin, sogar schon in der VR China u.v.a.m. für stürmischen Applaus sorgen. Sollte für einige der Weg nach Erfurt oder Dortmund zu weit sein: Wie schon angekündigt holen wir die gesamte Show auch nach Hamburg in die Markthalle. Dort dann allerdings ohne Chuck Norris...

PS: Als weitere Neuheit werden wir Meister Shen Xijings TaijiDao-System vorstellen!!!

Also, es wäre toll, wenn ihr mit dabei sein könntet!!! Wir freuen uns auf jeden, der uns anfeuert!!

Jan

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