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„TaiJi
Quan ist wie ein Puzzle, dessen fertiges Aussehen man nicht kennt;
Teile davon können schon sehr schön aussehen.“ Wer
hat während der Jahre seines Trainings nicht selbst schon die
Erfahrung gemacht, dass die Erkenntnis vom letzten Jahr einer neuen
gewichen ist, weil man eben wieder neue Teile dem TaiJi-Puzzle hinzugefügt
hat. Hierzu gehören neben fleißigem Training auch Lehrer,
die den individuellen Fortschritt erkennen und gelegentlich auch
mal gezielt motivieren können.
TaiJi fasziniert mich, seit ich als Jugendlicher in einem populärwissenschaftlichen
Magazin über „unbesiegbare Kämpfer“ gelesen
hatte, auch wenn ich mich heute glaube zu erinnern, dass der Autor
vermutlich Qi Gong mit TaiJi Quan verwechselt hatte. Auf die Idee,
nach China zu reisen und die Kunst zu lernen, bin ich natürlich
nicht gekommen.
Die nächste Erfahrung mit TaiJi Quan war eine Fernsehreihe im
Vormittagsprogramm, wo in Lektionen je 15 Minuten eine TaiJi-Form
gelehrt wurde. Mein Bewegungsgedächtnis war aber wie bei vielen
Menschen so unterentwickelt, dass ich diese Form nicht erlernen konnte,
schon gar nicht im Video-Studium.
Jahre später, so Anfang 1997, wurde dann TaiJi bei uns in Lippstadt
an der VHS angeboten, wo ich mich dann anmeldete und mitmachte. Bis
2001 war ich mit dem Angebotenen auch soweit zufrieden, bis ich dann
auf die WCTAG aufmerksam gemacht wurde. Das führte dann dazu,
dass ich mich 2002 zum Tao Camp in Slowenien anmeldete und dort feststellte,
dass wir an der VHS die LaoJia Yilu so etwa bis zu den ersten kreisenden
Hände geübt hatten. Ich kann mich noch erinnern, dass ich
Jan gefragt habe, bei welcher Gruppe ich denn mit trainieren sollte
und er antwortete, wenn ich nicht wüsste, welche Form ich laufen
würde, dann wäre ich bei den Anfängern ganz gut aufgehoben.
Hier in Slowenien lernte ich auch meinen Lehrer Gerhard Milbrat kennen,
von dessen reichen Erfahrungsschatz ich bis heute profitieren darf.
Was mich bis heute auch bei der Stange gehalten hat, ist für
mich als völlig unbedarfter „Kampfkünstler“ die
Erfahrung, dass TaiJi Quan tatsächlich wirkt. Zwar derzeit nur,
wenn ich gerade Mal überhaupt nicht bei der Sache bin, aber
das ist ja wohl auch ein Ziel des TaiJi-Trainings. Ein Teil meines
persönlichen Puzzles ist, würde ich sagen, dass ich TaiJi
Quan als „die Kunst der intuitiven Kampfführung“ bezeichnen
würde.
Zu meiner Person: Ich bin 1963 geboren, wohne in der Umgebung von
Lippstadt, wo ich in der Produktdokumentation eines Automobilzulieferers
arbeite. 2005 habe ich die WCTAG-Übungsleiterprüfung gemacht
und im April 2007 die Kursleiterprüfung. Als weiteres Hobby
habe ich die Malerei, wo ich mich durch den Unterricht in Westbevern
bei der Künstlerin Lucyna (Ilibi) Baron, die übrigens auch
TaiJi Quan praktiziert, schon sehr verbessert habe.
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