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Lanckorona 2006
Gruppenbild zum Download (2,03MB)
Programm vom 6.-12.02.2005
Kosten:
Anmeldung und weitere
Infos: wctag@t-online.de, Tel./ Fax: +49-40-3194224
In mitten des Teutoburger Wald liegt das Stift
Börstel, wo zum zweiten Mal das Oster-Schweige Taiji Retreat mit
Jan Silberstorff statt finden wird. Die Anreise ist Freitag den 25. März bis 18:00 Uhr, die Abreise Montag, den 28. März 12:00 Uhr. Nach einer detaillierten Einweisung wird für die gesamte Zeit, auch während des Essens, geschwiegen. Am Montagmittag beendet eine Rückführung und Abschlussbesprechung das Retreat. Die Teilnehmerzahl ist auf 20 Personen beschränkt.
Unterrichtskosten:
Anmeldung und weitere Informationen unter Tel./Fax +49-3194224 oder per Email: wctag@t-online.de
Die Anfahrt erfolgt über Osnabrück/ Oldenburg-Quakenbrück
mit der Bahn und dann weiter per Bus (siehe
Lageplan) oder man nimmt den Transferservice des Stifts in Anspruch.
NEU: Mit Jan Silberstorff und Gerhard Milbrat Vom 14.-16.05.2005 findet erstmalig eine dreitägige Spezialausbildung im Taiji-Schwert statt. Der Rahmen dazu ist perfekt in der altertümlichen Burg Lüdinghausen in Nordrhein-Westfalen geschaffen.
Damit sich jeder nach eigenem Interesse seine Schwerpunkte legen kann, wird jedes Einzelthema in eigene Kurse gelegt. Dem Enthusiasten ist es daher möglich, von morgens bis abends aktiv zu sein, dem Urlauber ist es gestattet, nur an einigen Kursen teilzunehmen und sich ansonten von der reichhaltigen Natur und der Burgszenerie verwöhnen zu lassen. Kosten:
Nähere Informationen erhaltet Ihr unter: WCTAG-Geschäftstelle, Tel/Fax: 040-3194224,
E-Mail: wctag@t-online.de Das 7. internationale Dao-Camp in Slowenien vom 10.07.-17.07.2005
Die Anreise nach Rogla ist einfach und bequem per Bahn, Flugzeug, einem Bus oder dem eigenen Wagen möglich. Wer schon einmal einen Blick auf die Anlage werfen möchte: www.rogla.si Die Anmeldung
ist denkbar einfach, telefonisch +49-40-3194224 oder per Email: wctag@t-online.de
Exklusivtraining auf Mallorca mit Jan Silberstorff ! Ausgebucht ! Vom 07.-13.08.2005 findet auf Mallorca eine auf 10 Personen begrenzte Intensiv-Trainingswoche mit Jan Silberstorff statt.
Kurzum: Jan Silberstorff steht hier eine
Woche lang einer Kleingruppe von SchülerInnen rund um die Uhr zur
Verfügung. Unterrichtskosten:
Unterkunft:
Eine Anzahlung von 300, - € ist bis zum 15.05.2005
zu leisten. Weitere Informationen und Anmeldung unter: WCTAG-Geschäftsstelle, Tel/Fax: 040-3194224,
E-Mail: wctag@t-online.de 1. stilübergreifendes Pushhandscamp in Polen
Vom 2.-8.10.2005 organisiert die WCTAG ihr erstes umfassendes Pushhandscamp. Meister Jan Silberstorff wird eine Woche lang die
5 Routinen des Pushhands inkl. seiner Prinzipien, Anwendungen, psychologisches
Training und effektive Selbstverteidigung des Chenstils vermitteln.
Da es sich um die Prinzipien des Pushhands handelt ist das Camp auch
für Trainierende anderer Stilrichtungen bestens geeignet und führt
zu einem tiefen Verständnis des Prinzips des Taijiquan an sich.
Kosten:
Unterkunft:
Anmeldung und weitere Informationen per Email wctag@t-online.de oder telefonisch:+ 49-40-3194224 Anmeldeschluß
ist der 30.08.2005
Vorankündigung CHINAREISE 2006
Mitte August 2006 findet wie alle zwei Jahre wieder unsere Chinareise statt. Sie dauert knapp drei Wochen und führt uns zu den Quellen des Taijiquan und des Daoismus:
Auf unserem Weg dorthin bekommen wir zudem einen Eindruck von den Städten Peking, Xian und Shanghai, in denen wir kurz verweilen werden. Wie immer wird Jan Silberstorff
auch dieses Mal, unter Mithilfe örtlicher Reiseführer, selbst
die Gruppe begleiten und so nah wie möglich mit den örtlichen
Meistern in persönlichen Kontakt bringen. So sind neben den intensiven Ortserkundungen viele Vorführungen und Gesprächsrunden mit den Schülern und Meistern vor Ort genauso geplant wie sein eigener individueller Unterricht für die Gruppe im Chen Taijiquan.
Zurück zu den Quellen,
China-Reise 2004 Reiseleitung: Jan Silberstorff Diese Reise steht ganz unter dem Motto: Zurück zu den Quellen.
Zeit:
Anmeldung unter: Deutsch-Polnisches Taiji-Camp zum 2. !! Zum zweiten Mal treffen sich in dem malerischen
Dörfchen Lanckorona deutsche und polnische Taiji-Enthusiasten um
dort eine Woche lang Neues zu lernen, Gelerntes zu vertiefen und zu
korrigieren oder sich auf dem Weg des Taijiquans Inspirationen durch
den Unterricht von Jan Silberstorff zu holen. Kosten: 255, - Euro
für Mitglieder / 275, - Euro für Nichtmitglieder
Wieder bieten wir angefangen von morgens um 7 Uhr bis kurz vor Mitternacht Taijiquan, Meditationen, innere Energietechniken speziell für Frauen, Schiebende Hände und Taiji- Anwendungen, sowie erstmals in Slowenien den Taiji- Langstock an. So kann sich jeder selbst die Zeit einteilen, ob er eine oder zehn Stunden Unterricht haben möchte pro Tag. Es wird Unterricht für Anfänger und parallel dazu für Fortgeschrittene geben. Dazu haben wir wieder freie Thermen- Benutzung, Whirlpool, Sauna, Schwimmbad, Billiarderaum und die Umgebung bietet Gelegenheit für ausgedehnte Spaziergänge durch Wald und Flur. Dreimal am Tag könnt ihr Euch an unserem großteilig vegetarischem Essensbüffet gütlich tun. Weiterhin bieten wir erstmalig TCM (Traditional Chinese Medicine) Betreuung und Massagen mit Ausbilder Gerhard Milbrat an. Allabendlich gibt es Vorträge, Kinoabende und eine Gala-Show. Und für den Fleiß erhält jeder Teilnehmer am Ende ein Diplom. Natürlich besucht jeder nur soviel oder wenig Unterricht wie es seinem Urlaubsgefühl entspricht. ![]()
Programm des Daocamps vom 13.07.-20-07.2003
14.7.-19.7.03 Tägliches Programm:
Infos + Anmeldung:
Zum 4ten Mal in den Bergen Sloweniens - das Daocamp der WCTAG 2002 Auch das Wetter schien die Größe und
Bedeutung unseres 4. Daocamps erkannt zu haben, denn es zeigte sich
von seiner besten Seite. Die Sonne lachte und ein strahlend blauer Himmel
begleitete uns durch die Woche. Claudia Mohr
Dao-Camp 2002 in Slovenien Liebe Dao-Camp-Freunde, nun schon zum 4.Mal veranstalten wir zusammen mit
INBI unser Dao-Camp in Slowenien und hoffen Euch wieder zahlreich begrüßen
zu dürfen.
Sie wird gezielt auf die Belange und energetische
Situation der Frau eingehen und Übungen vorstellen, die helfen
dem Selbst näher zu kommen, die weiblichen und männlichen
Energie zu harmonisieren und zu stärken und somit die Weiblichkeit
fördern. Euer WCTAG-Büro
PS: Programm vom 7. - 14.Juli 2002 7.00-8.00 Daoistische Meditation mit Liu Sichuan Die Unterrichtsgebühr beträgt: 249,- € / 269,- € für Anmeldungen
bis Jan 2002 (Mitglieder/Nichtmitglieder) Damit haben wir erneut die Unterrichtsgebühren um mind. 60% im Vergleich zu Rest Europa senken können.
Die Hotelzimmer (Vollpension) sind ab 32,-€
zu haben. WCTAG Wohnen bei einer chinesischen
Familie Eines der Dinge, die mich in meiner Zeit in China
am meisten bewegt und beeinflusst haben, war die Möglichkeit, über
eine lange Zeit integriert innerhalb einer chinesischen Familie leben
zu dürfen, in der (zum Glück) niemand deutsch sprach. Ich
war voll und ganz dieser Kultur ausgeliefert. So war es mir möglich,
eine große Einsicht in dieses doch so andere Leben zu bekommen.
Dies wiederum hat mir sehr geholfen, die Hintergründe des Taijiquan
besser zu verstehen. Es war die Familie von Shen Xijing. Während des Aufenthaltes ist intensiver Unterricht möglich in:
Darüber hinaus können Chinesisch-Kurse und ähnliches organisiert werden. Ob zwei Wochen oder ein halbes Jahr - informiert Euch. Kontakt: jan.silberstorff@t-online.de Es war ein sehr vertrautes, fast heimatliches Gefühl als nach der kurvenreichen Auffahrt durch die Bergwelt Sloweniens die Bungalows unserer Hotelanlage Rogla auftauchten, wo wir nun schon zum dritten mal mit Inbi, der russischen Partner-Organisation, unser Dao-Camp ausrichteten. Im Auto Großmeister Chen Xiaowang und Jan Silberstorff, im Gepäck die Sonne Italiens wurden wir freudig von alten und neuen Gesichtern des Hotelpersonals und den schon anwesenden Campbesuchern begrüßt, die zu unserer großen Freude aus Übersee und allen Teilen Europas angereist waren. Nach den üblichen Formalitäten ging es früh zu Bett, denn uns alle erwartete eine Trainings- und Lehrreiche Woche. Da das geplante Push-Hands Turnier mangels Interesse nicht stattfinden konnte, gab es zusätzlich Laojia ( 1. Form)- Vertiefung vom Großmeister neben der Stehenden Säule, den Reeling Silk Übungen, der Paochuoi-Form und dem Push-Hands Unterricht. Sein Sohn Yingjun betreute die Anfänger und mit Jan Silberstorff zusammen den Turnierpushands Unterricht. Unter Ausschluß der Männer führte Elena Lazaro die weiblichen Teilnehmer in die daoistische innere Alchemie ein, bei der die Frauen hauptsächlich mit ihrer Yin-Energie und den fünf Yin- Organen (Herz, Lunge, Milz, Leber und Nieren) arbeiteten um diese zu stabilisieren und zu entwickeln. In den frühen Morgenstunden und kurz vor der Nachtruhe unterwies Elena alle in daoistischer Meditation, bei der der Körper zunächst durch Massage auf das Sitzen in Stille vorbereitet wurde. Danach konnten wir entspannt und ruhig schlafen .Trotz des umfangreichen Programms stellte sich nach kurzer Zeit für alle ein Gefühl von Urlaub und Erholung ein. Die Abende wurden mit Filmen wie "The Taiji- Master" und Vorträgen der Unterrichtenden gestaltet. Ein besonderes Highlight war die erstmalige Übersetzung der zehn Punkte von Chen Changxing durch Anina Seiler, die der Großmeister auf chinesisch vorlas, begleitet von der andächtigen Stille der Zuhörenden, worüber er sich im Anschluß köstlich amüsierte, da ja kaum jemand chinesisch verstand. Bei der alljährlichen Abendgala konnten wir Capoeira und Bagua, vorgeführt von den russischen Teilnehmern,eine hervorragende Tang-Lang Darbietung von Gerhard Milbrat, die 38er-Form von Yingjun, sowie eine grandiose Xinjia- Paochoui- Form von Großmeister Chen Xiaowang bestaunen, bei der jeder begriff was ausdauerndes Training alles bewirken kann und das Chen Xiaowang ein wahrer Großmeister ist. Auch das Wetter zeigte sich von seiner besten Seite und gewährte uns grandiose Ausblicke auf die slowenischen Berge und Täler, sodass wir uns jetzt schon auf das nächste Jahr freuen wenn wir von Großmeister Chen Xiaowang wieder hören dürfen: wan, tü, zri, for........(one, two, three, four) Claudia Richter
Air China zeigte auf dem Flug CA 935 von Shanghai nach Frankfurt Hollywood-Filme und MTV-Clips. Die Stewardess trug eine graue Schürze und servierte Getränke und trocken salzige Snacks. Meine Seele hing nach. Ich zappte im Geist einige Kanäle zurück: Der CITS-Bus auf dem Weg zum neuen Flughafen Pu Dong. "Wie hat dir die Reise gefallen? Welche Eindrücke nimmst du mit nach Hause?" fragte ich die Gruppe. Peter, grinst: "Am besten hat mir Shanghai
gefallen, weil hier mit der Tempelbesichtigung nicht so übertrieben
wurde." Birgitta: "Beeindruckend fand ich die Gegensätze
in den Städten und das Parkleben. Sie sind bestimmt ein vielbeschäftigter
Mann. Wie sieht denn Ihre tägliche Praxis aus? Petra, die kleinste Stehende Säule der Gruppe, ist mit mir, Dunja und dem chinesischen Begleiter auf den Huashan gestiegen, während der Rest der Truppe die Seilbahn wählte. Menschen, die zusammen Berge besteigen, verbindet ein unsichtbares Band. Sie redet wenig, scheint nicht zu transpirieren, auch nicht auf den endlosen Stufen heiliger Gipfel, pflegt Pistazien mit Schale zu kauen und die kleinen Schälchen mit scharfer Sojasauce ex zu trinken. Sie liebt es, aus Fenstern chinesischer Bummelzüge die Landschaft zu betrachten, und auch - wie mir scheint - Zen-Gespräche: "Ich habe die Erfahrung gemacht, dass Leute, die es mit mir gut meinen, verdächtig sind." - "Hmm. Wie lösen wir das auf?" - "Es gibt nichts aufzulösen!" - "Darf ich deinen Koffer tragen?"
Aus eins wird zwei, dann drei, aus drei werden
die zehntausend Dinge. Durch welche Übung wird aus den zehntausend
Dingen eine drei, dann eine zwei, schließlich eine eins? Durch
ein Gleichgewicht zwischen Yin und Yang. Brita: "Das, was Jan versprochen hatte, das hat er auch gehalten. Wir haben eine Menge Tempel und Gebirge gesehen. Meine Hauptidee vor der Reise war, über den Daoismus zu lernen." Maya: "Fasziniert hat mich, wie die Menschen sich im täglichen Leben im Verkehr zurecht finden, in einem solchen Chaos. Zweitens die Lastenträger auf den Bergen, diese schmalen, drahtigen Männer und Frauen, wie sie sich beim Schleppen ausbalancieren und vor allem welche Strecken sie zurücklegen. Drittens die kreative sportliche Art, mit der die Chinesen im Park den Körper kultivieren. Ob Tanzen oder Qi Gong, jung oder alt, sie machen das mit völligem Selbstverständnis." Ich zappte noch weiter zurück. Beijing, Wudang, Louguantai, Huashan, Xians Park, Basar und die Kung Fu Vorführung und Shanghai als Stationen unserer Reise auf der Suche nach dem verborgenen China, nach daoistischen Einsichten und den Spuren des Tai Chi Chuan, eine spannende, eindrucksvolle Mischung aus Städten, Klöstern und Bergen, ein gut organisierter, dreiwöchiger Trip mit einem ordentlichen Schuss Chen-Unterricht. Und wenn wir mal durchhingen, ermattet von vielleicht zu vielen Tempeln, dann verstand es Jan sehr gut, durch witzige Geschichten oder leichte Korrekturen bei der Stehenden Säule, entsprechende Spannung wieder aufzulösen. Allein wegen des Trainings und Jans Unterweisungen hat sich die Reise für mich gelohnt. Daneben bleiben ein paar Erinnerungen fast schon mystischen Charakters: Das gemeinsame Training nachts auf dem Wudang, nachdem alle Touristen mit der Seilbahn ins Tal hinab befördert worden waren. Sechzehn Westler üben eine stille und kraftvolle Kunst aus, die angeblich hier erfunden wurde, die Plattform vor dem Klostereingang spärlich erhellt vom Mondschein und dem Licht zweier Fenster weiter oben in der Mauer. Der Berg legte endlich seine graue Arbeitsschürze ab und zog das schwarze Gewand eines Priesters über. Oder: Der Bummelzug nach Shiyan, nachts auf irgendeinem Bahnhof. Ein Abteil übervoll von Chinesen, die einen Kung Fu Film auf einem Leihgerät (gibt es in Zügen) betrachten, dahinter im Waggonfenster vier Europäer (aus unserer Gruppe), auf dem Bahnsteig die 19er laufend. Skurril. Oder: Als ich einmal auf dem Westgipfel des Huashan meine Mitte fand, an einer steilen Wand sitzend und die Nebel in den Tälern betrachtend, da kam ein leichter Aufwind und - leise knisternd - glitzerte mir eine Magnum-Verpackung ins Gesicht, schwebte über meinen Kopf hinweg und landete hinter mir im Gebüsch. Wir flogen mit der Sonne. Bevor ich irgendwo über dem Ural einschlief, kam noch Silvia vorbei, der Kleine Drache. Sie schob einen schmalen Wagen an meinem Sitz vorbei: "Kung Fu Filme! Schwerter! Na, Onkel Robert, wie wäre es mit Tiger & Dragon?" - "Ohhhhh... danke... schon viermal gesehen." - "Ah so, da ben dau, dann schlaf weiter." Sie warf mir gerne chinesische Namen an den Kopf. Silvia kehrte nach Beijing zurück, um drei Wochen lang Baqua zu üben. Das letzte, was ich vernahm, war der Innenhof eines Klosterhotels... in einem fernen Land... das geheimnisvoll lockte... fliegende Drachen... tanzende Pagoden... Nebelschwaden und Weihrauch... Himmel und Erde Kleiner roter Monde Regentropfen stumm im Fallen, Der Himmel trauert dunkel, Sie bleibt so stumm wie weise - "Träum weiter, da ben dau, träum weiter, du großes dummes Ei." China-Reise 2001 Dieses Jahr beginnen wir für
unsere Chinareisen ein neues Konzept. Nachdem wir uns einige Jahre generell
mit dem Thema China und Taijiquan beschäftigt haben, wollen wir
uns nun spezialisieren: Wir machen sogenannte "Themenreisen". Leistungen: - Flug Frankfurt-Peking- inkl. Zufahrt mit der
Deutschen Bahn
Millenium-Trainingsreise nach China und Hong Kong, zum Shaolin-Kloster und an den Ursprung des Taijiquan organisiert durch die WCTAG und dem Reisebüro der Provinz Henan 19 Tage im Reich der Mitte - einmal quer durch und viel Training!!! Vom 28 April bis 19. Mai 2000 01. Tag: Ankunft in Beijing, Unterkunft im 4-Sterne Hotel Debao. 1.-3. Tag : Besichtigungstouren in Beijing: Grosse Mauer - Ming Gräber - Die Seelen Strasse - Tiananmen Platz, der Platz des himmlischen Friedens - die Verbotene Stadt - der Himmelstempel und der Sommerpalast des Kaisers. Am 2. Tag findet abends das traditionelle Peking-Essen in einem speziellen Restaurant statt. 03. Tag: am Tag Besichtigung. Abends Zugfahrt mit 1. Klasse (Softsleeper) nach Zhengzhou /Provinz Henan. 04. Tag: morgens Ankunft in Zhengzhou. Frühstück im 4-Sterne-Hotel Corel Corel. Besuch des Gelben Flusses mit einer Fahrt mit dem Luftkissenboot. Danach mit der Seilbahn zum Aussichtsberg. Nachmittags Besuch eines Krankenhaus mit blinden Masseuren. (Massage bei Bezahlung möglich) 05. Tag: Busfahrt nach Shaolin, Besuch des taoistischen Tempel Zhongyue, des Shaolin Klosters und des Pagodenwaldes. Kungfu Vorführung. Unterkunft im neuen Tagou - Schule Hotel. Verpflegung, Training und Unterkunft in der Tagou Schule. 06. Tag Bis 10. Tag.Täglich 4 Stunden Training. Der Rest des Tages ist frei verfügbar. (Besuch der Boddhidharma-Höhle und Ausflüge in die nähere Umgebung nach Absprache) Buchung von. mehr als 4 Trainingstunden täglich möglich. 11. Tag: Busfahrt nach Luoyang, Unterkunft in Luoyang Grand Hotel (4-Sterne). Besuch des Tempel der Weissen Pferde und Longmen Grotten. 12. Tag: Tages- Zugfahrt nach Xian. Unterkunft in Lee Garden Hotel (4-Sterne) 13. Tag: Besuch Stadtmauer, Stelenwald, Terrakotta- Armee und Bronzegespanns sowie der berühmten Grossen Wildganspagode. 14. Tag: Flug Xian/Guillin. Unterkunft in Guillin Plaza(4-Sterne) Besuch der Schilfrohrfloetenhoehle, des Elefantruesselberg, Sieben-Sterne Park etc. 15. Tag: Schiffahrt auf dem Li Fluss. 16. Tag: Flug Guillin/Hong Kong. Trsf. zum Hotel Newton(4-Sterne) 17. Tag: halbtägige Stadtrundfahrt durch Hongkong 18. Tag: Frei zum Einkaufen und Bummeln 19. Tag: Transfer zum Flughafen, Abflug nach Europa. Leistungen: Alle Transfers, alle Eintrittsgelder, Unterbringung in ***-**** Hotels im Doppelzimmer (EZ-Zuschlag 238us) Flug Xian-Guillin-Hongkong Vollpension, Flughafengebühren innerhalb Chinas (nicht in Hongkong - ca. 30DM) Deutschsprachiger Reiseleiter (In Hongkong keine Vollpension ) Preis: 4250.- DM Kontaktadresse für detaillierte Infos und Anmeldungen : WCTAG-Geschäftsstelle Jan Silberstorff Rendsburger Str. 14 20359 Hamburg Tel./Fax: 0049- 40-3194224 Mobil: 0049-172-4326626 Die WCTAG-Schülerreise 2000 in die VR China Schon längst hat sie sich etabliert und daher findet sie natürlich auch in diesem Jahr wieder statt: Unsere Trainings- und Erfahrungsreise nach China!!! Da wir im Frühjahr bereits außer der Reihe eine Tour anbieten, in der wir durch das ganze Land reisen werden, wird das Programm jetzt im August/September etwas beschaulicher, aber bestimmt nicht weniger intensiv. Zuerst geht's nach Chenjiagou zu dem inzwischen legendären Taijiquan-Jahrestreffen. Es kann wieder an Formen-, Waffen- oder auch Pushhandsturnieren teilgenommen werden oder man genießt einfach fünf Tage Vorführungen fast aller derzeit lebender Meister, Wettkämpfe, Zeremonien, dazu das Flair des Ursprungsortes des Taijiquan. Zusätzlich werden in dieser Zeit noch Tagesausflüge in die alte Kaiserstadt Kaifeng und in das Shaolinkloster angeboten.
Danach fahren wir gemeinsam in das berühmte daoistische Gebirge Wudang. Vielen ist der dort inszenierte Film "Die Tochter des Meisters" lebhaft in Erinnerung. In den alten Tempelanlagen werden wir nicht nur nächtigen. Wir werden dort trainieren und von daoistischen Mönchen in Philosophie und Meditation unterwiesen. So sind fünf volle Trainingstage - diesmal mitten in der wunderschönen Natur und Klöster der Wudang-Berge - wieder fest eingeplant. Im Rahmenprogramm ist selbstverständlich wieder Xian mit Besuch in unsrer Taiji-Schule dort, spektakulärer Vorführung und viel Sightseeing. Dasselbe in Peking. Alles wieder mit deutscher Reisebegleitung, mit Meister Shen Xijing und Jan Silberstorff und vielen vielen landesbedingten Überraschungen, Insider wissen, was gemeint ist. Datum: 19.8.-5.9.2000 Preis: 3925.- DM Reisetagebuch der Chinareise 1999 Reiseleiter Jan SilberstorffThema: Daoismus und Taijiquan Mitreisende Regina Anders, Susanne Eder, Frank Hagedorn1. Tag, 8.9.99 Das war knapp. Wie immer. Alles ist organisiert, alles läuft nach Plan und dann: Kurz vor Schluß geht doch immer etwas schief und klappt dann am Ende doch. Heute ist Mittwoch, der Abflugtag unserer diesjährigen Chinareise. Letzten Donnerstag hat meine Mitarbeiterin allen Mitreisenden die Flugtickets und Visa zugeschickt. Und eines ist nicht angekommen. Kein Flugticket, kein Ausweis, kein Visum. Und wir bangen jetzt bereits seit drei Tagen, daß es irgendwo wieder auftaucht. Um 12.24 fährt der Zug, es ist morgens und der Postbote war noch nicht da. Frohen Mutes, denn zum Schluß klappt dann ja doch immer alles, steige ich aus meinem Bett. Trotz der positiven Grundeinstellung, sehe ich mit voranschreitendem Minutenzeiger all die Tränen, all die Ersatzzahlungen und die unangenehmen Gespräche immer näherrücken, als plötzlich das Telefon klingelt. Die Bundespost. Der gesuchte Brief ist im Postamt Altona aufgefunden worden und liegt zum Abholen bereit. Na also, alles ist gut. Die Zugfahrt und der Flug gehen gut und wir kommen heil in der historischen Hauptstadt Xian an. Wir, das bedeutet neun Taiji-Schüler und ich, ihr Taij-Lehrer, jetzt verkleidet als Reiseleiter. Mein Shifu holt uns ab, wir haben lediglich zwei Stunden Verspätung. Für Air China ein guter Standardflug. Gleich ins Hotel, einchecken und Ruhe. Das Lieblingshobby aller Reiseleiter. Die Gruppe geht vorsichtig ein paar Meter die Stadt erkunden und ich gehe ins Bett. Erster Tag erfolgreich beendet. Gute Nacht. Zweiter Tag Heute steht der Ausflug zur weltberühmten Terracotta-Armee auf dem Programm. Ich möchte jetzt nicht den Groll der kulturellen Leserschaft auf mich ziehen, wenn ich sage, daß dies immer der langweiligste Ausflug ist. Die Armee der Tonfiguren ist außer jeden Zweifel ein Weltwunder. Eine ganz Armee nachzubilden, jede Figur anders und lebensgroß. Der Herrscher seiner Zeit hatte schon einfallsreiche Ideen. Auch wenn dies immer auf Kosten der arbeitenden Bevölkerung ging. Dennoch: Der Eintrittspreis ist weltwundergerecht unermeßlich hoch, alle Figuren sind überdacht worden. Das heißt, riesige Hallen, wodurch die Figuren jegliche Natürlichkeit verlieren. Kennst Du eine Halle, kennst Du alle. Nun gut, alle wollen es einmal gesehen haben und ich mußte es schon tausend Mal sehen. Also bleibe ich heute im Bus. Denn wir haben eine chinesische Reiseführung mit im Gepäck. Sie spricht sehr gut deutsch, so daß ich mich auf die faule Haut legen kann. Sehr gut. Für ein Schläfchen ist es allerdings zu heiß hier. Auf dem Parkplatz verwandelt sich der Innenraum des Busses schnell zur Sauna. Ich könnte draußen eine Runde Taijiquan trainieren. Aber bei soviel Tourismus kommt man sich mehr vor, wie in einem Zoo. Also setze ich mich auf eine Mauer und schreibe dies hier auf. Am Abend hat mein Shifu eine sagenhafte Vorführung für uns organisiert. Viele Kungfu-Filmschauspieler sind da und greifen in ihre Trickkisten. An Seilen befestigt fliegen sie durch die Luft, jeder Schlagtreffer wird durch schmerzverzogene Schreie Playback untermalt. Kleine Kinder zeigen Faust- und Fußtechniken in einer Geschwindigkeit, wie kaum ein Erwachsener sie überhaupt für möglich hält. Ein fast achtzigjähriger Taiji-Meister zeigt sein Können. Nach eineinhalb Stunden Atemraub ist die Menge begeistert. Zufrieden schlafen alle ein, wenn da eins nicht wäre: Der Jetlag! Dritter Tag Das Grab des Gelben Kaisers Huang Di Am 11.09.99 haben wir mit dem Bus einen Ausflug zum Grab des legendären Gelben Kaisers gemacht, das ca. drei Stunden nördlich von Xi'an liegt. Sobald wir die Millionenstadt verlassen hatten, fuhren wir durch Lößberge, auf denen terrassenförmige Felder für Hirse, Mais, verschiedene Bohnensorten und anderes angelegt waren. Diese idyllische Kulturlandschaft wurde kurz abgelöst von einem riesigen Betonwerk, dessen Staub uns den Atem verschlug. Während der Fahrt erklärte uns unsere Reiseleiterin genau die Familienpolitik der letzten Jahrzehnte und bewies dabei immer wieder eine Engelsgeduld bei der Beantwortung neugieriger Fragen. Von einem neugebauten Parkplatz aus wanderten wir durch einen Kiefern- und Pinienwald einen rundgepflasterten Weg bergan. Da 1999 das Jahr des Hasen im chinesischen Horoskop ist, wurden uns häufig rote Bänder als Glücksbringer von fliegenden Händlern angeboten. Außerdem fehlten an keinem Baum lange rote Fäden. Das Grab des Gelben Kaisers befindet sich in einem kleinen, spitz zulaufenden Hügel hinter einer Art offenen Tempel. Rechts von diesem Tempel steht eine Glocke, die man gegen Bares schlagen darf. Während unserer Wanderung durch den Wald wurden uns immer wieder von alten Bäuerinnen Äpfel zum Kauf angeboten. Auf der anderen Seite vom Parkplatz fanden wir den Eingang zu einem Stelenwald, in dem die älteste Zypresse Chinas wächst. Kurz danach wurde uns schlagartig klar, daß die dort ausgestellten Fußabdrücke des Gelben Kaisers Huang Di Modell für Big Foot Snowboards gestanden haben müssen. Der Eingang des Stelenwaldes befindet sich oberhalb einer gigantischen, neuerbauten weißen Treppenanlage, an deren Fuß ein künstlicher See zum Tretbootfahren angelegt ist. Wir hatten den Eindruck, daß dieses Ausflugsziel hauptsächlich für den innerchinesischen Tourismus ausgebaut wird.
Auf der Rückfahrt legten wir einen Fotostop auf einer Brücke ein, die zu beiden Seiten einen wunderbaren Blick auf eine tiefe Lößschlucht freigab. Da der Bauer, der mit seinen beiden Kühen des Weges kam, seinen Fotoapparat vergessen hatte, mußte er jede von uns Langnasen genauestens und eingehend beäugen. Die nächste Rast führte uns in ein Restaurant, in dem wir uns am Nachmittag bei köstlichen Nudeln und Gemüsen stärkten, allerdings hielten wir uns ein wenig zurück, als uns unsere Reiseleiterin erzählte, daß die Chinesen meinen, jeder über 50 Kilo müsse exportiert werden. Vierter Tag bis zwölfter Tag Nach einem Freien Vormittag fuhren wir mit unserer netten Reiseleiterin Frau Yang zum Kloster Louguantai im Westen von Xian. Diese Busfahrt war sehr abwechslungsreich. Kaum waren wir aus der Stadt heraus, wurde die Hupe zum magnetischen Anziehungspunkt für unseren Busfahrer, der sich vorsichtig aber bestimmt, eine freie Bahn schaffte. Entlang der meist kleinen Landstraße sahen wir verschiedene Felder zum Beispiel mit Reis, verschiedenem Gemüse und zahlreichen Obstbäumen. Außerdem war die Maisernte per Hand in vollen Gange, und wir konnten in den kleinen Dörfern beobachten, wie der Mais zum Trocknen vorbereitet und aufgehängt wurde. Der Tempel Louguantai ist am Rande des Qilin Gebirges auf einem Kleinem Plateau. Wir wurden von den Beschäftigten des Gästehauses willkommen geheißen. Der Daoist Liu Sichuan führte uns gegen Abend durch die Tempelanlage und beantwortete noch so neugierig gestellte Fragen. Danach wurde uns, wie im letzen Jahr, ausgezeichnetes, vegetarisches Essen serviert.
Den nächsten Tag verbrachten wir hauptsächlich damit, alte und neue Formen des Chen Taiji Quan sowie das neuentwickelte System TaijiDao unter Anleitung von Meister Shen Xijing und Jan Silberstorff zu trainieren. Trotz anhaltendem Regen fühlten wir uns in den überdachten Gängen der Tempelanlage ausgesprochen wohl. Dieser Tag wurde von einem ausführlichem Vortrag des Daoisten Liu Sichuan beschlossen. Er erläuterte uns die Prinzipien des Daoismus und erläuterte uns den Tempelalltag. Weiter erzählter er uns, daß zur Zeit der Kulturrevolution es den Daoisten untersagt war ihre Religion auszuüben, vielmehr mußten sie auf den umliegenden Feldern arbeiten. Lediglich vier ältere Daoisten durften auf der teilweise zerstörten Tempelanlage bleiben. 1981 hat der heutige Daoisten-Höchste Ren Fa Rong die Tempelanlage wieder eröffnet und ausgebaut. Heutzutage erwirtschaften die ca. 50 BewohnerInnen ihren Lebensunterhalt selber, ein wenig unterstützt von Gläubigen, Touristen und dem chinesischen Staat. Mit diesem chinesischen Staat machten wir am nächsten Tag unsere Bekanntschaft, als wir zum Wohle Chinas und zum Schutz der Natur von der Tempelanlage verwiesen und auf Staatskosten in ein Hotel in Xian untergebracht wurden. Dieses sogenannte kleine Problem führte dazu, daß wir unsere Reisepässe bis zum folgenden Tag, an dem Xijing, Jan und die Reiseleiterin einzeln verhört wurden, abgeben mußten.
Das war auch für mich als Reiseleiter eine Überraschung. Zwar war ich schon eine Menge Schereien chinesischer Behörden gewohnt. meistens verliefen sie jedoch mit einigen netten Worten oder Gefälligkeiten im Sande. Diesmal jedoch war das ganze Auftreten schon sonderbar. Acht Polizisten kamen in zwei Autos vorgefahren. Ein Bus sei schon organisiert in zwei Stunden sei Abfahrt zurück in die Stadt Xian. ach ja und bitte geben Sie alle ihre Ausweise ab, sie werden bis auf weiteres einbehalten. Wie immer also gab es Schwierigkeiten und am Ende klappte es dann doch. Pustekuchen. Zwei Stunden später saßen wir tatsächlich wieder im Bus. Das Gebiet Louguantai sei ein für Ausländer nicht zugängliches Gebiet. Mein Lehrer Xijing, der Reiseleiter und ich hatten uns am nächsten Tag bei der Polizei Xian einzufinden. Alle drei wurden wir getrennt verhört. Unter jede Aussage stempelten wir einen Fingerabdruck, so war alles unter Eid. Glücklicherweise hatten wir bei einem privaten Mittagessen zuvor die Möglichkeit, alles genaustens abzusprechen, so daß eigentlich keine widersprüchlichen Aussagen möglich waren. Wie auch, wollten wir doch tatsächlich nur einige Tage Tempelatmosphäre schnuppern. Schon oft hatte ich Reisegruppen dorthin geführt und nie gab es Schwierigkeiten. So erlebten wir zwar nur zwei statt fünf Tage Tempelatmosphäre, dafür kann jeder der Reiseteilnehmer ein Leben lang von persönliche Erfahrungen über chinesische Staatswillkür berichten. Ein fairer Tausch an Urlaubsattraktion, dachte ich. Zumal der Daoist Liu Sichuan sich bereit erklärte, mit uns mitzukommen und das Verpaßte in einer Tempelanlage in Xian nachzuholen.... Aber nach einigen erholsamen Trainingstagen in Xian stand erstmal eine weitere Attraktion daoistischer Geschichte auf dem Programm: Die Stufen des Hua Shan Welcher Taijibegeisterte kennt ihn nicht, Saihung, den Taoisten vom Hua Shan und seine Abenteuer. Beflügelt von seinen Worten und Taten machten wir uns zu früher Stunde bei strahlendem Sonnenschein auf selbst den Hua Shan für uns zu erobern. (eine mehrstündige Busfahrt und eine Übernachtung im Tal gingen voraus, Anm. vom Reiseleiter) 4 Stunden sollte der Aufstieg dauern und seit 1989 die schwierigsten Passagen mit Stufen überbrückt worden sein. Ausgangspunkt war ein daoistisches Kloster am Fuße der Gebirgskette. Leichten Schrittes und voller Euphorie legten wir die ersten Meter zurück. Rechts und links des Weges erhoben sich die ersten Berge und das Ziel, der höchste und schroff in die Landschaft hineinragende Berg lag noch im Morgendunst verborgen. Ein Gebirgsbach entspannte mit seinem Geplätscher unsere Ohren. Die Luft wurde klarer. Es kehrte eine angenehme, natürliche Ruhe ein, die nur von einigen Windböhen, dem Rauschen der Bäume und von rufenden Chinesen unterbrochen wurde. Kleinere und größere Tempel, manchmal auch nur eine verfallene Hütte mit einer daoistischen Gottheit säumten den Weg. Doch dann wurde unsere Aufmerksamkeit zwangsläufig auf etwas anderes gelenkt. Plötzlich waren sie da..Erst traten sie nur vereinzelt auf und erleichterten uns die Überwindung der ersten Höhenmeter. S t u f e n. Aus Fels gehauen, aus Stein verlegt, in unterschiedlichsten Höhen und Breiten. Manchmal ausgetreten, manchmal rutschig, oft so steil, daß sie uns den Atem raubten, uns schwindeln ließen, schauten wir zurück. Was anfänglich Erleichterung brachte wurde zur Quälerei. Sie schienen direkt und unaufhaltsam in den Himmel zu gehen. Kaum hatten wir einen steilen Abschnitt geschafft und bogen um die Ecke, lachten uns schon die nächsten an. Auch die Landschaft wurde immer eindrucksvoller. Gewaltige Felsmassive türmten sich in waghalsigen Formationen aufeinander. Tiefer Respekt vor der Schönheit der Schöpfung ließ uns oft in Stille auf unserem Weg innehalten. Der Schweiß floß mittlerweile in Strömen und die Anstrengung des steilen Aufstieges zwang uns immer öfter zu einer Pause, sei es um zu verschnaufen oder etwas in den kleinen Rasthäuschen zu essen. Wie bestaunten wir die Lastträger des Hua Shan. Bergziegen ähnlich und war die Last noch so schwer, hüpften sie geschmeidig die Stufen auf und ab. Nie verzogen sie unmutig das Gesicht, stand wieder einmal ein Tourist im Weg, so daß er seinen Gang unterbrechen mußte. Nachdem die angeblich benötigten 4 Stunden verstrichen waren, fragten wir vorsichtig nach wie lange es noch bis zu unserem 1.Etappenziel, dem Nordgipfel dauern würde. Nicht mehr lange war die Antwort des Reiseleiters. Dieses nicht mehr lange wärte noch 2 Stunden in steilstem Aufstieg. Doch dann war es so weit. Der Nordgipfel war erklommen. Wir wurden von ohrenbetäubendem Lärm, der mit der Seilbahn auf der anderen Seite des Berges angekommenen Touristen begrüßt. Ein grandioser Ausblick auf das hinter und vor uns liegende Gestein belohnte unsere Anstrengung. Wir verstanden nun warum sich die Daoisten auf diesen Berg mit seinen vier Gipfeln zurück gezogen hatten. Der Himmel war zum greifen nah.
Es war bereits später Nachmittag als uns die Hiobsbotschaft erreichte, daß unser Hotel auf dem Westgipfel liegen würde. Es war tatsächlich der steilste und am weitesten entfernte Gipfel und der Weg, der dorthin führen sollte sah noch abenteuerlicher aus als der bereits zurückgelegte. Die Stufen wurden so steil, das sie nur noch mit Hilfe der seitlich angebrachten Ketten erklommen werden konnten. Auch wurde es empfindlich kalt, so daß der Wunsch nach dem Ende immer lauter wurde. Endlich zur Abenddämmerung saßen wir auf dem höchsten Punkt des Westgipfels und genossen das Farbspiel der Wolken. 2160m hoch und wohl an die 10000 Stufen hatten wir in 10 Stunden zurückgelegt. Wir waren ein bißchen stolz auf uns. Nach einem köstlichen Abendmahl begaben wir uns zur Nachtruhe, da wir für den nächsten Morgen die Betrachtung des Sonnenaufgangs, welcher um 5.40 sein sollte, geplant hatten.
Pünktlich zur vorgegebenen Zeit stapften wir in Decken gehüllt erneut auf den Gipfel. Wir glichen nun einer Gruppe von Mönchen die sich zur Meditation auf den Bergrücken begaben. Der begehrte Sonnenaufgang fand aufgrund des in den Bergen üblichen Wetterumschwungs nicht statt. Dafür kamen die Wolken zu uns herab. Es schien als wollten sie uns einhüllen und forttragen zu jenen mystischen Orten jenseits der Wolkengrenze die nie ein menschliches Auge geblickt und nur dem erweiterten Bewußtsein eines Erleuchteten zugänglich war. Die Verschmelzung, daß Eingehen in die Schöpfung schien zum Greifen nahe. Die Welt aus der wir kamen, noch was wir waren, war länger von Bedeutung. Klein und bescheiden wurden Gedanken und Wünsche, der Wind trug unsere Sorgen und Ängste davon, die Stille streichelte unsere Seele. Für einen kurzen Augenblick waren wir eins mit den Urkräften aus denen wir einst hervorgegangen sind. Die Wolken und der Wind nahmen an Stärke zu und brachten somit auch den Regen. Immer tiefer rutschte die Wolkengrenze bis schließlich der ganze Hua Shan eingehüllt war und nur der Wind ab uns zu den Blick auf das Gestein frei gab. In einfache chinesische Regenhüllen gekleidet begaben wir uns an den Abstieg zur Seilbahn. Durch den Regen hatten sich die Stufen in rutschige Tritte verwandelt, die uns einige Blessuren bescherten und den Abstieg zu einem halsbrecherischen Unternehmen werden ließen. Völlig durchnäßt erreichten wir die Seilbahn. Die Fahrt sollte nur etwa 7 min dauern und uns etwa 6000 wohlbekannte Stufen ersparen... So, langsam geht's wieder zurück, d.h. Richtung Peking. Dann kann ja soviel nicht mehr schiefgehen. OK, tausend Leute können verlorengehen, bei der Großen Mauer, in dem Kaiserpalast oder auch nur in der Verbotenen Stadt. Aber wir sind wieder in der Stadt, in der der Flughafen ist und vor allen Dingen dort, wo es eine deutsche Botschaft gibt, sollte sich tatsächlich jemand verlaufen haben. Aber dies geschah aufgrund des übersichtlichen Reisemanagement selbstverständlich nicht... Die Mitreisenden genossen die letzten Tage der Reise in freier Individualität. Ein gemeinsamer Ausflug an eine ruhige Stelle der Großen Mauer und in die Verbotene Stadt, sowie das Pekingente-Abschiedsessen - ansonsten erkundete jeder die Hauptstadt nach seinen eigenen Vorstellungen. Einige fuhren in den Kaiserpalast, was alles andere als dumm war. Im Gegenteil. Denn just an diesem Tag wurde unser Hotel, welches sich mitten im Zentrum der Metropole befand regelrecht abgesperrt. Der Grund? 50-Jahresfeier seit Bestehen der Volksrepublik. Jedoch nicht die Feier selbst. Nein, nur die Proben. Dennoch war der gesamte Innenstadtbereich gesperrt. Alle Geschäfte waren geschlossen, wir, die morgens im Hotel geblieben waren, kamen bis auf die Nahe Umgebung nicht vom Hotel weg. Dafür unzählige Panzer, kleine Jungen und Mädchen mit roten Halstüchern, Marx, Lenin in großer Pappmaschee. All dies und noch viel mehr flanierten mit großer Marschmusik den ganzen lieben Tag lang an unserem Hotel vorbei. Am Abend krönte dann noch ein riesiges Feuerwerk nicht nur die Probe des 50. Jahrestages, sondern auch unsere erlebnisreiche Chinareise. 15 Tage Erlebnis pur lagen hinter uns. Eine fremde Kultur, eine fremde Sprache, fremde Gewohnheiten, fremdes und superleckeres Essen - für viele ein Urlaub, der gerade dadurch erholt, weil es ein völlig anderes Leben ist. Egal, wie anstrengend es manchmal hier doch ist, wo der Lebensstandard nicht der Gewohnheit entspricht. Eine Reise, die einen Eindruck hinterläßt, der ein Leben lang währt. So stiegen wir froh und traurig, gelassen und voller Euphorie ins Flugzeug und waren schwupps wieder daheim. Nur die Seele war wohl bei den meisten noch eine Weile länger dort.... Reiseleiter Jan Silberstorff Daoist-Camp 99 in Slowenien Vom 1.7. bis zum 8.7. 99 fand dieses Jahr das erste internationale Taoist-Camp der WCTAG und der INBI Russia in Slowenien statt. Wir wählten die Anreise mit dem Zug (günstig das Zwei-Personen-Ticket von der Bahn). Für uns Flachländer war allein die Fahrt durch die Alpen schon ein Erlebnis. Vorbei ging es an wunderschönen Flüssen, Wäldern und Bergen und wir freuten uns, eine Woche lang unter der Leitung von Chen Xiaowang Taijiquan zu üben. Auch waren wir sehr gespannt auf Chen Yingjun, den Sohn des Großmeisters und auf Liu Sichuan, ein daoistischer Mönch aus dem Louguantai Kloster.
Nachdem wir dann durch halb Slowenien gereist waren, erreichten wir am Abend des 1.7. das Ziel unserer "Pilgerreise": Rogla ein Berg von 1517 m Höhe. Oben angelangt genossen wir das wunderbare Panorama. Wir wurden von Jan Silberstorff in Empfang genommen und bekamen unsere Unterkunft zugewiesen. Wir wohnten in einem kleinen Bungalowhäuschen (Unterste Preisklasse, aber durchaus angenehm) und richteten uns ein. Die Hotelanlage hatte eine Menge zu bieten. Sie verfügte über ein Café (Terrasse mit herrlichem Ausblick), Supermarkt, Sauna, Swimmingpool, Fitnessraum, Kicker und Tischtennis.
Wir gingen früh schlafen, um am nächsten morgen ausgeruht durchzustarten. Um 5 Uhr 45 klingelte dann der Wecker. Von da an hatte man in den nächsten 7 Tagen kaum Zeit, Luft zu holen, wenn man jede Übungseinheit, die auf dem Programm stand, mitmachen wollte (und das wollten wir). Los ging es jeden Tag um 6 Uhr 30 mit der Meditation beim Mönch. Anschließend gab es Frühstück. Nach einer Pause ging es dann weiter mit Reeling Silk beim Großmeister. Danach hatte man die Wahl, entweder die 75er Form (Lao jia Yi lu) mit Chen Xiaowang zu vertiefen oder die 19er Form (Shi jiu shi) von seinem Sohn Chen Yingjun zu lernen. Mittags gab es ein üppiges Büfett (die Verpflegung war gut und reichhaltig, angenehmerweise rein vegetarisch). Darauf folgte eine weitere Meditationseinheit mit dem Mönch. An die Meditation schloß sich wieder Formtraining an. Ohne Pause ging es dann weiter mit der Säbelform. Wer dann noch nicht genug hatte, konnte anschließend Tui shou-Partnerübungen machen. Nach dem Abendbrotbüfett wurden abwechselnd vom Großmeister und dem Mönch Vorträge gehalten. Chen Xiaowang erzählte äußerst heiter und mit ganzem Körpereinsatz Geschichten von seiner Familie aus seiner Heimat, während Liu Sichuan überwiegend Fragen zum Daoismus beantwortete. Dieses Programm wurde jeden Abend gegen halb elf mit einer weiteren Meditationseinheit abgerundet.
Die drei Dozenten führten die Teilnehmer mit daoistischer Gelassenheit durch die Seminare. Mit seiner ruhigen und entspannten Art schaffte es der Großmeister, eine ausgeglichene und aufmerksame Atmosphäre in der Gruppe zu schaffen. Es ist schon ein besonderes Gefühl, unter der Anleitung von Chen Xiaowang mit so vielen Leuten gleichzeitig stehende Säule und Reeling Silk zu üben. Während des Formtrainings gab es auch immer wieder Auszeiten in denen der Großmeister Fragen zu den Figuren beantwortete und Korrekturen gab. Der Sohn des Großmeisters führte die Teilnehmer ebenfalls selbstsicher durch die 19er Form und erfrischte mit seiner humorvollen und zünftigen Art. Der Mönch gab Einführungen in die daoistische Meditation, lehrte uns "sechs heilende Laute", und beantwortete geduldig jede Frage. Unsere russischen Freunde hatten einen Shop eingerichtet und zeigten zwischendurch interessante Videoaufnahmen u.a. von Pushhands Turnierkämpfen aus Chenjiagou.
So vergingen die sieben Tage wie im Flug und ehe man sich versah war die Woche vorbei. Wir waren uns einig, so konnte es weiter gehen: Von morgens bis abends meditieren, Taiji üben und sich weiter um nichts kümmern. Bei 140 Teilnehmern hatte man viele neue Bekanntschaften geschlossen. Der Abschied fiel dementsprechend schwer. Wir hatten jedoch noch ein paar Tage Urlaub übrig und konnten uns auf die slowenische Riviera freuen. Für uns war das Dao-Camp ein unvergessliches und sehr lernintensives Erlebnis und wir wollten das frisch dazugelernte in den nächsten Tage entspannt verdauen. Wir bedanken uns hiermit bei den Organisatoren, die uns das Dao-Camp 99 ermöglicht haben und hoffen auf ein Wiedersehen in Slowenien 2000. Björn Krüger und Christian Spruner von Mertz
12.-17.07 Tägliches Programm:
Hotelzimmer ab 34, -Euro pro Tag inkl. Vollpension Infos + Anmeldung:
Kein Sommer ohne das Dao-Camp in Rogla, Slowenien Wir freuen uns, Euch auch in diesem Jahr, und das
schon zum 6. Mal, unserer umfangreiches Programm für das Dao-Camp
2004 vom 11.-18.07 vorzustellen.
Claudia Mohr Dieses Jahr haben drei große Programmpunkte auf unserer Reise: Besuch und Training in Chenjiagou mit Teilnahme am Jahrestreffen (fast) aller führenden in China lebenden Taiji-Meister. Aktive oder passive Teilnahme am weltweit größten Turnier und Vorführungsevent für Chen-Taijiquan.
Besuch und Training im Wudang-Gebirge. Unterbringung erfolgt direkt im Kloster am Fuß und auf dem Gipfel des Berges. Teilnahme an Audienzen mit den führenden Daoisten des Berges.
Besuch und Training im Louguantai-Tempel mit Audienzen des berühmten daoistischen Abtes Ren Farong. Vier weitere kleine Programmpunkte werden sein: Aufenthalt in Peking mit Besichtigung der langen
Mauer und dem Kaiserpalast, sowie Einkaufsmöglichkeiten. Aufenthalt in Shanghai mit Besichtigung der Altstadt,
der berühmten Promenade, sowie Aufenthalt in der alten Kaiserstadt Xian mit Besichtigung
und Abendgala chinesischer Kampfkünste
Schlicht steht es da geschrieben, das gewaltige Programm.... Zeit: 19. August - 6. September Infos und detaillierter Reiseplan unter: |
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