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Vor
20 Jahren sah ich zufällig, wie jemand im Park Taiji-Quan übte.
Diese langsamen Bewegungen, die aus der Stille heraus erfolgten,
beeindruckten mich zutiefst. Ich spürte innerlich, dass ich
die Ruhe und Stille suche, die diese Bewegungen ausstrahlen. Jahre
später begann ich bei Jochen Köhler den ersten Unterricht.
Er brachte mich dann zu Jan Silberstorff und damit zum Chen Stil.
Ich war erleichtert. Endlich sah ich eine Systematik und einen logischen
Aufbau mit einleuchtenden theoretischen Erklärungen. Seit sieben
Jahren übe ich nun kontinuierlich und komme meinem Ziel, innere
Stille zu erreichen, immer näher. Dieses Ziel beinhaltet, anders
als ich es mir vorgestellt hatte, einen Weg über die Selbsterkenntnis.
»Wer andere kennt ist weise. Wer
sich selbst kennt ist erleuchtet.«
Diese beiden Sätze stammen von Laotse und sind im täglichen
Training erfahrbar. Durch das Training der langsamen Bewegungen,
lernt man automatisch innere Prozesse zu beobachten. Irgendwann beobachtet
man auch die Gedanken, die einen beschäftigen. Damit lernt man
mit der Zeit, das Wesen der Gedanken kennen und letztendlich, wie
man selbst ist.
Im Jahre 2004 legte ich die Übungsleiterprüfung des WCTAG
ab. Seither übernehme ich Assistenz- und Vertretungsunterricht
bei Martina und Jochen. Im Oktober 2007 bin ich zur Kursleiterprüfung
bei Jan Silberstorff zugelassen.
»Wer andere kennt, ist weise.
Wer sich selbst kennt, ist erleuchtet.
Wer andere bezwingt, hat Kraft.
Wer sich selbst bezwingt, hat Stärke.
Wer sich begnügt, hat Reichtum.
Wer stark ist im Handeln, hat Willenskraft.
Wer seinen Platz nicht verliert, hat Dauer.
Wer stirbt, aber nicht vergessen wird, lebt ewig.«
dao de jing, Vers 33, ca. 500 v. Chr.
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