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World Chen Xiaowang Taijiquan Association Germany 世界陳小旺太極拳總會

Eine Einmischung

...verleiht der Tour durch Singapur ungeahnten Aufschwung


Zwei Tage später, um die offizielle Einladung zu krönen, wurden mehrere hundert Gäste zu einem Bankett der chinesischen Meister und ihrer Entourage eingeladen. Unter den Gästen waren Würdenträger der Landessportorganisationen, lokale Kampfkunstmeister und -liebhaber. Das Abendessen verlief planmäßig mit den üblichen langen Ansprachen. Am Ende des Abendessens näherten sich drei der anwesenden Gäste der erhöhten Plattform der Ehrengäste. Sie fragten offen heraus, ob das, was sie im Fernsehen über die Kampfkunstfähigkeiten des Chen Taijiquans gesehen hatten, wahr wäre. Sie erklärten sich als langjährige Judo-Praktizierende und fragten, ob sie einen Versuch wagen dürften. Chen Xiaowang, der herzhaft gegessen und getrunken hatte, war nicht in Stimmung, ihnen den Gefallen tun, wusste aber nicht, wie er es ablehnen sollte. Einen gut gefüllten Bauch als Ablehnung der Herausforderung wäre zu dumm gewesen. Ein Kampfkünstler sollte immer bereit sein. Also winkte er sie heran. Zwei von ihnen kamen heran und durften ihm die Arme auf dem Rücke verdrehen. Ohne Drama befreite Chen Xiaowang seine Arme. Bestürzt und kaum zufrieden mit diesem abrupten und enttäuschenden Ende ihrer Herausforderung, verbeugten sich die Herausforderer mehrfach. Doch als Chen Xiaowang zu seinem Tisch zurück kehrte, griff der dritte Judomann, der seitlich stand, Chen Xiaowang plötzlich an. Er griff seinen rechten Arm und versuchte ihn zu werfen. Die Offiziellen und Gäste erstarrten mit offenen Mündern. Einstimmig gestikulierten sie wegen des Affronts, Chen Xiaowang einfach ohne Vorwarnung anzugreifen, gleichzeitig klebten ihre Augen an der Szene. Die Ermahnungen, die sie rufen wollten, schienen in ihren Kehlen stecken zu bleiben. Im Nu, zur großen Erleichterung der Organisatoren und Gäste, wurde der Angreifer mehrere Meter weit fortgeschleudert und fiel zu Boden. Die Angst, die sich bis zu diesem kurzen Moment aufgebaut hatte, wich sofort einem donnernden Applaus in Anerkennung einer solch großen und realistischen Kampfkunstfähigkeit.

Chen Xiaowang hatte mit seiner natürlichen Reaktion auf das Gefühl einer scharfen Kraft, die an ihm zerrte um ihn hochzuheben, reagiert. Das Sinken seiner Dantienenergie und "kua" brach die Hubkraft des Angreifers und zerstörte gleichzeitig sein Zentrum. Dann gab er mit der Rückseite seiner Schulter eine Fajinbewegung ab, die den dicht hinter ihm stehenden Angreifer traf und ihn taumelnd zu Boden schickte. Wenn es den örtlichen Judo Meistern gelungen wäre, Chen Xiaowang zu werfen, hätte die negative Presse die Tour zum Scheitern verurteilt. Die Organisatoren waren somit Chen Xiaowang doppelt dankbar, für die Rettung der Tour und dem Erzeugen weiterer medienwirksamer Geschichten. Der Angreifer, Mr. Lim (Lin Jinping in Pinyin), entschuldigte sich für die ungezogene Unterbrechung, war aber dennoch dankbar, die Kraft und die Wirksamkeit des Taijiquan erleben zu dürfen.