World Chen Xiaowang Taijiquan Association Germany 世界陳小旺太極拳總會

Über die 3. Stufe der Sitzmeditation

Jeden Tag eine Stunde zu sitzen ist keine schwierige Sache, die eingegangene Verpflichtung hilft da außerordentlich. Aber wenn dann der Bericht fällig ist, dann fängt die Herausforderung an. Und die dritte Stufe entzieht sich der Beschreibbarkeit besonders hartnäckig.

Es ist leicht, die Konzentration auf Dantien aufzugeben, wenn man die erst mal errungen hat. Schließlich kann man ja nichts loslassen, was man gar nicht hat.

So endete bereits der letzte Tag des 2.Zyklus mit einem lang anhaltenden Schwebegefühl, als würde man durch starke magnetische Kräfte vom Erdboden weggezogen.

Da wusste ich, dass der Geist jetzt aus der Flasche musste und dass die innere Instanz das ganze überwachte und offenbar die Tage mitgezählt hatte. Jedenfalls verlangte etwas ganz eindeutig danach, jetzt die Konzentration auf Dantien aufzugeben um sich in der Leere wiederzufinden.

Den Geist zur Ruhe kommen zu lassen war einst schiere Plackerei gewesen und in die Stille einzutreten immer noch eine ziemliche Strapaze, jedenfalls für mich.

Dagegen ist die dritte Stufe fast ein Spiel. Okay, es ist ein Spiel mit dem Feuer und man spielt es mehr oder weniger auf einer ungesicherten Dynamithalde, aber trotz allem ein Spiel. Vergleichsweise und zunächst einmal.

Ich brauchte nämlich jetzt gar keine Disziplin mehr. Es ist einfach der Mittelpunkt meines Lebens geworden, mich jeden Tag auf das Abenteuer der inneren unbekannten Welt einzulassen und ich tue es mit dem größten Vergnügen. Zumal der Alltagsgeist seine Struppigkeit gänzlich verloren hat.

Ich setzte mich einfach hin, zentrierte mich kurz und fand mich auf der Stelle in einer Ebene, von der ich die ersten 180 Tage nicht mal zu träumen gewagt hätte, selbst nicht am Ende der jeweiligen Stunde.

Es ist nämlich etwas hinzugekommen, was ich nur sehr schwer beschreiben kann. Ich nenne es das Beben.

Das Beben ist eine Art ungeheuer schnelles Vibrieren, welches von der Wirbelsäule auszugehen scheint, das aber genauso durch den ganzen Körper geht und noch weit darüber hinaus.

Das fühlt sich an, als sei man selbst ein hohles Rohr, in dem permanent so etwas wie eine stehende Welle erzeugt wird, die zum einen durch eine von unten aufsteigende Druckwelle und zum anderen durch eine von oben herrührende Sogwirkung sich selbst in der Schwebe hält.

Dadurch befindet man sich ununterbrochen in einem sehr dichten Kraftfeld, durch das stetig ein Strom fließt. Oft ist es Starkstrom und das ist für mich körperlich nicht leicht auszuhalten, bisweilen.

Zumal sich dieses Gefühl keineswegs auf die eine Stunde sitzen am Tag beschränkt, sondern es hält den ganzen Tag über an. Und auch im Liegen ist es da. Irgendwann, befürchtete ich gelegentlich, haut es mich nochmal aus dem Gefäß, dem physischen, falls die Leitungen durchschmoren sollten.

Nun ja. Ich hoffe, das hört sich nicht allzu bescheuert an. Ich bin kein Physiker und sollte mich daher mit Begriffen wie „stehende Welle“ nicht aus dem Fenster lehnen, aber dieses Erleben ist so stark, dass ich es doch beschreiben muss, wie kläglich und holperig auch immer. Wie gesagt, ich nenne es das Beben.

Das Beben ist trotz seiner ungeheuren Kraft unendlich weich und flüssig und durchdringt jeglichen Hohlraum im gesamten Körper. Mein Körper, der mir einst ein festes Gebinde zu sein schien, eine zwar windschiefe aber doch einigermaßen stabile Behausung aus Fleisch und Knochen, erwies sich nämlich spätestens seit dem Eintritt in die dritte Stufe lediglich als eine gigantische Ansammlung von leeren Bläschen. Wie sich auch die Leere des Raums mir ab einer gewissen Tiefe der Meditation für mein inneres Erleben stets als etwas darstellt, dass höchst unzulänglich mit der Metapher „Myriaden von leeren Bläschen“ vielleicht andeutbar wird.

Und das Beben scheint nichts anderes im Sinn zu haben, als die hauchzarten Umhüllungen dieser Bläschen auch noch vollends zum platzen zu bringen. Übrigens lässt sich das Beben durch keinerlei Gedankenaufkommen auch nur im mindesten beeindrucken.

Nun ist es ja nicht so, dass der innere Kommentator wegen ein paar hundert Stunden Meditation plötzlich ein Schweigegelübde abgelegt hätte und brav auf meinem Schoß sitzend eine Stunde lang die Klappe hielte. Wenngleich mir dieser Zustand begehrenswerter erscheint als vier Wochen Traumurlaub auf den Malediven. Immerhin fühle ich mich mittlerweile nicht mehr als wehrloses Opfer finsterer Labermächte. Und insgesamt ist auch mal öfter einfach Ruhe im Karton. Auch ist die Verlockung durch irgendwelche Gedanken vollkommen verschwunden.

Ohne das geringste Bedauern krallte ich mir daher das nächstliegende Wort jedweden Gedankens, der gerade meine Aufmerksamkeit kreuzte und schredderte es mithilfe der empfohlenen Buchstabiertechnik.

Das ist für den Verstand langweilig wie trocken Brot und verursacht zusätzlich hübsche kleine Macken in der Matrix. Immer mehr kam es mir so vor, als sei der mir üblicherweise zugängliche Gedankenfluss so etwas wie die Benutzeroberfläche auf einem Windows-Desktop, denn immer wenn ich ein Wort ins Nichts buchstabierte, schien es, als würde ich mich direkt ins Betriebssystem einklinken. Die Gedanken sind übrigens keineswegs frei. Meine jedenfalls nicht.

Es sind auch keine zufällig herumfliegenden Weltraumschrottstränge. Zumindest erschien mir das lange Zeit in der dritten Stufe so. Vielmehr erschienen mir die Gedanken eher eine gezielte Verschleierungstaktik des allgegenwärtigen inneren Anästhesiepflegers zu sein, der es unter dem Künstlernamen Ego zu einiger Berühmtheit gebracht hat und der unter anderem für die gleichmäßige Grundsedierung des arglosen Menschleins zuständig ist.

Jedes in Nichts buchstabierte Wort stellte sich nämlich als eine extrem fein abgestimmte örtliche Betäubung heraus, die immerhin anzunehmen oder abzulehnen ich die Wahl hatte.

Lehnte ich sie ab, offenbarte sich unweigerlich der zu betäubende größere oder kleinere Schmerz, der gelegentlich schon mal das eine oder andere bislang sorgfältig verwahrte Traumafaß aus dem Keller holte. Allmählich keimte in mir der Verdacht auf, das ganze Leben sei mehr oder weniger ein einziger Verstoß gegen das Betäubungsmittelgesetz.

So ließ ich mich also ungezählte Male in ein kleines, wie von feinen Nadelstichen unterfüttertes schwarzes Loch fallen und ließ mein Gewahrsein so sachte wie möglich in den mir zugänglichen mich umgebenden Raum einfließen. Ließ mich mithilfe der jeweiligen Atemphase sozusagen davontragen. Beziehungsweise schien der Raum im selben Maß in mich hinein zu fließen, in dem es mir gelang, von allem Begrifflichen loszulassen. Das ist nun wirklich das großartigste Gefühl auf der Welt.

Es ist, als könne man sich einfach fliegen lassen. Nach einiger Zeit jedenfalls. Am Anfang hatte ich regelmäßig kleine bis mittlere Panikanfälle dabei.

Und die Leere ist ja kein Vakuum, in dem einfach bloß nichts drin ist. Sondern fühlt sich mehr an wie ein ungeheuer dichtes Kraftfeld, das, ohne mich da festlegen zu wollen, mindestens so groß ist wie das Zimmer, in dem ich immer sitze. Es ist als ob man mehr und mehr seine Form verliert, wenn man sich in die Leere hinein begibt.

Die Grenzen des Körpers verwischen nach und nach und werden selbst zu etwas Magnetfeldartigem, so dass sich ein Empfinden von unterschiedlichen pulsierenden Feldern einstellt. Felder die ihrerseits in andere Felder eingebettet sind, welche wiederum in Feldern...

So war das die ersten 40, 50 Tage. Mittlerweile hat sich auch das Feldgefühl gewandelt und ich empfinde nun mehr eine sich beständig ausmehrende Wellenhaftigkeit des Seins.

Noch etwas war neu, in dieser dritten Runde. Durch das Bestreben, sich in den Raum auszudehnen wurde mir die Umgebung wieder bewusst mitsamt ihrer Geräusche. Die hatte ich zuvor überhaupt nicht mehr wahrgenommen. Nun wohne ich aber an einer Hauptverkehrsstraße, da kennt man Stille höchstens als Wort mit sechs Buchstaben. Jetzt war der Lärm aber gar nicht mehr störend.

Ich saß also da, in diesem neuen bebenden Raum und der Straßenverkehr ging einfach mitten durch mich durch. Um nicht zu sagen, er fand geradezu in meinem erweiterten Körpergefühl statt. So entspannte ich mich so gut es ging in dieses noch völlig ungewohnte Beben hinein, knispelte währenddessen so beiläufig wie möglich mit den feinsten chirurgischen Instrumenten meiner Aufmerksamkeit an etwaigen verbliebenen Verklumpungen mentaler oder körperlicher Art herum und gab mich gleichzeitig soweit als möglich der Leere anheim.

Und dann rumpelt plötzlich eine Straßenbahn durch einen hindurch. Oder eine Autotür wird zugeschlagen. Das hat einen ganz unglaublichen Dominoeffekt. Im Englischen würde man es mit „gives you a thrill“ beschreiben und das wäre ein nahezu perfekter Ausdruck für diese Art der Erschütterung, die sich ereignet, wenn ein Geräusch, eine sehr feine Druckwelle den Körper plötzlich widerstandslos durchläuft. In den ersten Wochen hatte ich das andauernd, auch wenn ich nur so irgendwo rumsaß und vielleicht Musik hörte oder gar nichts bestimmtes tat.

Wie schon in den ersten beiden Stufen waren die letzten Minuten besonders kritisch. Ich habe den Eindruck, das ist immer die Phase, in der man dem Ozean des Unbewussten ein Stück Land abtrotzen muss. Obwohl der Vergleich nicht ganz stimmt; eigentlich ist es sogar grade anders herum. Man muss sich zwingen, den scheinbar sicheren Grund auf dem man zu existieren meint, aufzugeben, um sich ein wenig weiter im Meer des bewussten Seins zu verlieren.

Und das Ego ist wie die Hydra, der auf der Stelle neue Köpfe nachwachsen, wo man einen abgeschlagen hat. Schützt man nach oben, ist man unten offen, schützt man links, ist man rechts offen, schützt man nach allen Seiten, ist man überall offen.

Da kann man das Prinzip „Energie hören“ bzw. „Energie verstehen“ jeden Tag ein bischen üben und man hat immer einen erstklassigen Gegner, der unentwegt mit hundertprozentigem Einsatz kämpft, als ginge es wirklich um Leben und Tod. Und in gewisser Weise geht es wohl genau darum.

Nach ziemlich genau 80 durchaus spannenden Tagen begann sich dennoch wieder eine Krise anzubahnen. Obwohl reich an überaus wundervollen Momenten, ja geradezu zeit- und schwerelosen Seinszuständen, Welle in Welle in der übervollen Leere des Raums- allmählich fühlte ich mich auf eine Grenze zu treiben, eine Art Schallmauer, und ich hatte keine Ahnung wie die zu durchbrechen wäre. So aufmerksam als möglich betrachtete ich den Eigengeist, von Moment zu Moment mich neu darauf besinnend, loszulassen.

Dennoch hat der Geist weiterhin die Neigung, ständig zu kristallisieren. Glücklicherweise kannte ich inzwischen die Gefahr, unwillkürlich und jederzeit an irgendeiner Stelle im Raum zu fokussieren, und so war ich auf der Hut. Der Geist ist nämlich ein alter Nestbauer und eh man sich es versieht wohnt man behaglich in einem seiner Gespinste und merkt es erst, wenn die Spinnweben bereits so tief hängen, dass man die inneren Wohnzimmermöbel aus massiver Eiche nicht mehr sieht.

Ich passte also gut auf, mich nicht einfangen zu lassen. Und hatte irgendwann das Gefühl, der gesamte Raum der mir da zur Verfügung stand, könnte seinerseits wieder ein Nest sein, ein Konstrukt, das noch nicht die richtige Leere war, so prächtig es sich auch anfühlen mochte.

Vielleicht befand ich mich ja wiederum in einer Art Blase und die wirkliche Wirklichkeit war jenseits davon. So fing ich an, mich quasi von jeder meiner Wahrnehmungen, bzw. deren Interpretationen loszulösen.

Am Anfang war das unglaublich anstrengend. Es ist, als ob man eine hauchdünne Membran durchstoßen müsste, die zwischen All- Dem- Was- Ist und einem formgebenden und prägenden Ich besteht. Ich weiß fast nicht mehr, was mir da eigentlich so anstrengend war, die Erinnerung daran beginnt allmählich zu verschwimmen. Ich weiß nur noch, dass es mir Anfangs verkam, als befinde man sich in einer Gegend wo die Luft so dünn ist, dass jeder Schritt vorwärts eine Kraftanstrengung bedeutet.

So gut es ging löste ich mich von der Wahrnehmung des Körpers sowie sämtlicher übriger Empfindungen, selbst von den Erscheinungen des Raumes um mich und in mir. Das ist ein bisschen wie mit diesen russischen Puppen, bloß dass man sich dabei von innen nach außen heraus schält. Und mit jeder Schale, die man ablegt, wird die Luft dünner. Gleichzeitig wird sie aber auch immer klarer. Wenn man jede Interpretation, jede „Haltung“ einfach konsequent aufgibt, dann zerfallen die Dinge ziemlich sofort. Bildlich gesprochen zerschmelzen sie zunächst zu kleinen bewegten Energiepfützen und erstarren dann wieder, falls ich diesen Erscheinung anhafte oder einem der vielen kleinen Panikattacken erliege, die dieses Geschehen auslöst.

Übrigens ist es spätestens ab hier nicht mehr richtig, in diesem Zusammenhang noch von „Ich“ zu sprechen, bzw. zu schreiben. Ich habe damit nämlich gar nichts zu tun. Mir als „Ich“ würde nichts von alledem widerfahren können. Das Ich verwandelt sich in etwas, das auch nicht gerade leicht zu beschreiben ist. Manche nennen es soviel ich weiß „der innere Beobachter“, aber das gefällt mir nicht wirklich, weil dem immer noch etwas personifizierendes anhaftet. Ich nenne es daher der Einfachheit halber lieber „das was wahrnimmt“. Wenn „das was wahrnimmt“ es schafft, All- Das- Was- Ist zu belassen wie es ist, ohne sich einzumischen, dann ereignet sich wahrhaftig erstaunliches. Dann stürzt augenblicklich alles in sich zusammen, was man als Zeit, Raum oder Form zu kennen glaubte und verwandelt sich in Wirbel aus reiner Energie. Zunächst hat „das was wahrnimmt“, den Eindruck, sich im völligen Chaos aufzulösen, aber das stimmt nicht, es ist alles andere als ein irgendwie zufälliges Chaos.

Das Chaos hat nämlich durchaus Struktur. Gerne zeigt es sich als spiralig wirbelnde Struktur, die „das was wahrnimmt“ ständig einlädt, alle Ängste und sonstigen Vorbehalte fallen zu lassen, sich All- Dem- Was- Ist anzuvertrauen und sich dem allgemeinen Tanz der Existenz anzuschließen. Um demnächst gemeinsam auf Lichtgeschwindigkeit beschleunigen zu können.

Man selbst indessen fühlt sich dabei wie ein Fahrzeug das noch Startschwierigkeiten hat. Immer wenn es sich in der gedankenfreien Zone aufhält, wird „das was wahrnimmt“ von einem Beschleunigungsschub ergriffen, dass dem Ich davon Hören und Sehen vergeht. Aber man gewöhnt sich daran. Und mit der Zeit hält man es immer besser aus.

So war das in der dritten Stufe. Ein wahres Eldorado für den ängstlichen Wohnzimmerentdecker. Das eigentliche Wunder ist aber ganz anderer Art.

Es zeigt sich in der schlichten Tatsache, dass sich durch das regelmäßige Training mit dem eigenen Geist die Wahrnehmungsgewohnheiten auch für das gewöhnliche Alltagsbewusstsein ändern. Ohne diese Auswirkung auf das normale Leben wären sämtliche Erfahrungen innerhalb der Meditation, wie abgefahren auch immer, vermutlich lediglich psychedelischer Schnickschnack ohne wirklichen Wert.

Immer häufiger fühle ich mich Lage, innerlich einfach einen Schritt zurück zu treten, und dem was gerade ist Raum zu geben. So sickert die in der Meditation errungene gleichmütige Haltung den Erscheinungen gegenüber immer tiefer ins normale Leben ein und das führt zu einer ganz ungewohnten Leichtigkeit des Seins.

Zusehends wächst die Geduld mit der eigenen Ungeduld. Wenn man einmal anfängt zu realisieren, dass jeder Kampf nur ein Kampf gegen sich selbst und somit reine Spiegelfechterei ist, hört man vermutlich irgendwann einfach auf, gegen die Windmühle der eigenen Gedanken und Gefühle anzurennen, was wiederum ungeahnte Kräfte freisetzt.

Und ganz nach und nach gewinnt etwas in mir den Eindruck, man sei womöglich nicht einmal von seinen Mitmenschen wirklich getrennt.

Wenn durch fortgesetztes Üben die Erfahrung der Grenzenlosigkeit anfängt Wurzeln zu schlagen, dann hört die Welt sukzessive auf, ein fremder Ort zu sein, bevölkert von feindlich gesinnten „Anderen“, die das schutzlose eigene Ich zu zwingen scheinen, in einem stickigen Luftschutzbunker zu veröden. Zumal wenn man allmählich herausfindet, dass dieser Bunker in Wirklichkeit ein Elektrizitätswerk ist. Und das wird von einer Kraft gespeist, deren erahntes Ausmaß wahrlich atemberaubend ist.

Wer hätte gedacht, dass all dies so greifbar nah ist? Dieses „Ich“ ganz sicher nicht.

Angelika Maisch